Freitag, 27. Mai 2016

Sprich nur ein Wort... Evangelienkommentar 9. Sonntag im Jahreskreis C Lk 7,1-10

Sprich nur ein Wort ...
 Gott wollte von Anbeginn alle Menschen zum Heil führen. In Abraham sollen alle Völker gesegnet sein (Gen 18,18), Salomon bittet Gott im Tempelweihegebet, die Gebete der Fremden zu erhören, damit alle Völker seinen Namen erkennen (1. Lesung 1 Kön 8), und Jesaja sieht am Ende der Tage alle Völker zum Zionsberg strömen (Jes 2,3), dem Zion, von dem man sagen wird: Jeder ist dort geboren (Ps 87). Das Ziel der Geschichte leuchtet auf in dem Bild, dass alle Völker vor Gott zusammenströmen und in der Anbetung des Höchsten vereint sind. Als Gott Mensch wird, will er jedoch zuerst die verlorenen Schafe Israels sammeln (Mt 15,24). Erst der Auferstandene gibt den Auftrag, in alle Welt hinauszugehen, alle zu taufen und allen das Evangelium zu verkünden (vgl. Mt 28).

So teilt die Auferstehung die Menschheitsgeschichte in zwei Abschnitte, in ein Vorher und ein Nachher. Mit der Auferstehung des Gottessohnes werden die Schleusen des Himmels für die Verstorbenen und die Wege des Heils für die Lebenden aller Völker geöffnet.

Dienstag, 24. Mai 2016

Die "Heilige Pforte" in Stuhlfelden

Papst Franziskus hat ein heiliges Jahr der Barmherzigkeit ausgerufen.  Heilige Jahre haben eine lange Tradition und sie wollen die Menschen ermuntern in besonderer Weise auf Gott zu vertrauen und sie im Glauben stärken.
Die Heilige Pforte in Stuhlfelden
Gewöhnlich wird alle 25 Jahre ein heiliges Jahr ausgerufen. Wenn ein besonderer Anlass vorliegt gibt es aber auch immer wieder zwischendurch Jubeljahre.
Papst Franziskus, der ganz auf die Barmherzigkeit Gottes vertraut, möchte die Liebe Gottes, die sich in seiner Barmherzigkeit zeigt, den Menschen nahe bringen.
Zeichen für das Heilige Jahr ist die Heilige Pforte, die wir durchschreiten sollen. Das Durchschreiten der Pforte soll sich aber nicht nur in einem äußeren Vollzug erschöpfen, sondern soll mit einer Hinwendung zu Gott und mit der Bitte um Vergebung einhergehen.
Papst Franziskus schreibt: "Die Barmherzigkeit übersteigt stets das Maß der Sünde, und niemand kann der verzeihenden Liebe Gottes Grenzen setzen.  … die Heilige Pforte … wird eine Pforte der Barmherzigkeit sein, und wer durch diese Pforte hindurchschreitet, kann die tröstende Liebe Gottes erfahren, welche vergibt und Hoffnung schenkt."
Um es vielen Menschen zu ermöglichen, den Jubiläumsablass zu erhalten wurden in den Diözesen Kirchen bestimmt und zu Jubiläumskirchen ernannt. Das heißt wir haben auch in Stuhlfelden eine Heilige Pforte, die wir durchschreiten können.

Erstkommunion 1937 - 2015 - Pfarrkalender Mai 2016

Erstkommunion 1937 - 2015
mit Geistlichem Rat Pfarrer Franz Moser

Gebetsmeinungen des Papstes für Mai
1. Respekt für die Frauen – ihre Beitrag für die Gesellschaft soll anerkannt werden
2. Der Rosenkranz – Beten für die Ausbreitung des Evangeliums und den Frieden

Donnerstag, 19. Mai 2016

Unser Gott, der dreifaltige - Evangelienkommentar zum Dreifaltigkeitssonntag Lesejahr C (Joh 16,12-15)

Evangelienkommentar zum Dreifaltigkeitssonntag Lesejahr C (Joh 16,12-15)

Unser Gott, der dreifaltige
Das Johannesevangelium lässt uns etwas vom Geheimnis der Heiligsten Dreifaltigkeit erahnen.
Der Heilige Geist nimmt von dem, was der Vater dem Sohn gegeben hat, und gibt es uns, er führt uns in die ganze Wahrheit. Er redet nicht aus sich selbst, sondern gibt weiter, was er vom Vater hört. Ähnlich sagt Jesus, dass er „nichts von sich aus“ tun kann „sondern nur, wenn er den Vater etwas tun sieht.“ (Joh 5,19). Sind Jesu Worte auch nicht leicht zu verstehen, so wird doch deutlich, dass es um die innige Beziehung zwischen dem Vater, dem Sohn und dem Heiligen Geist geht. Wir erahnen Gott den Vater als Urquell allen Seins und des göttlichen Lebens. Wir hören, wie beide, Sohn und Geist, an diesem göttlichen Leben teilhaben. Wir hören aber auch, wie wir durch Jesus und den Geist in dieses Geheimnis der Liebe, der Dreifaltigkeit, hinein-genommen werden.
Die Weisheit Gottes führt uns in der ersten Lesung zur Schöpfung der Welt. Gott schafft Himmel und Erde und sein Geist schwebt über dem Wasser. Gott spricht sein schöpferisches Wort, und die Welt entsteht. „Und das Wort ist Fleisch geworden und hat unter uns gewohnt“ (Joh 1) kommt mir in den Sinn.

So klingt in der Schöpfung die Dreifaltigkeit durch. Vom Vater geht sie aus, durch den Sohn und „auf den Sohn hin ist alles geschaffen“ (Kol 1,16), und durch den Geist wird alles lebendig (vgl. Gen 2,7; Ez 37,5).

Freitag, 13. Mai 2016

Geheilte Vergangenheit - Pfingsten C, Johannes 20,19-23

Evangelienkommentar zu Pfingsten (Joh 20,19-23)
Geheilte Vergangenheit
Im heutigen Evangelium erfüllen sich mehrere Verheißungen Jesu. Das erste Wort des Auferstandenen ist: „Der Friede sei mit euch.“ Als Jesus die Jünger aussandte, hatte er ihnen aufgetragen, wenn sie in ein Haus kämen diesem den Frieden zu wünschen (Mt 10,12). Was er ihnen auftrug erfüllt er selbst.
Nachdem Jesus den Jüngern seine Hände und seine Seite zeigte, freuten sie sich. Auch diese Freude erfüllt ein Versprechen Jesu welches er ihnen kurz vor der schweren Stunde des Abschieds gab: „Ich werde euch wiedersehen; dann wird euer Herz sich freuen und niemand nimmt euch eure Freude“ (Joh 16,22). Diese trostreichen Worte dürfen wir sicher auch auf uns beziehen, wenn wir schwere Zeiten durchmachen.
Und dann erhalten die Jünger den bereits versprochenen Beistand, den Heiligen Geist durch die Anhauchung Jesu. Warum bekommen die Jünger den Heiligen Geist zweifach, einmal vor der Himmelfahrt Jesu (heutiges Evangelium) und dann noch einmal zu Pfingsten (1. Lesung)? Dazu bemerkt der heilige Gregor: „Weil es ein zweifaches Liebesgebot gibt, Gott zu lieben und den Nächs-ten zu lieben. Der Geist um unseren Nächsten zu lieben wird auf Erden gegeben, der Geist um Gott zu lieben vom Himmel aus [...]denn durch die Liebe zum Nächsten lernen wir Gott zu lieben“ (nach der Catena Aurea).
Besonders eindrücklich sind die Wundmale am Leib des Auferstandenen. Warum hat Jesus sie noch?

Donnerstag, 5. Mai 2016

Jesu letzter Wunsch - Johannes 17,20-16 - 7. Sonntag der Osterzeit

Evangelienkommentar zu Joh 17,20-16 -  7. Sonntag der Osterzeit C

Jesu letzter Wunsch

Öfters hört man: „Das kann ich mir mit Gott selber ausmachen. Ich habe meinen Glauben, meinen Gott, dazu brauche ich keine Kirche.“ Das hört sich so schön an, so einfach, so ansprechend. Aber Gott wollte es anders, er bezieht uns Menschen in seine Pläne ein. Er wollte von einer Frau geboren werden, er sprach zu den Jüngern „Wem ihr die Sünden vergebt, dem sind sie vergeben“ (Joh 20,23), zu Petrus „Auf dir baue ich meine Kirche“ (Mt 16,18) nach der Auferstehung „Ihr werdet meine Zeugen sein“ (Apg 1,8). Was für eine große Bedeutung hat Gott uns Menschen doch gegeben! Durch uns will er in die Welt kommen.

Im Evangelium wird oft erwähnt an wen sich Jesus im Gespräch wendet: an die Zwölf, an alle, an Petrus etc. Heute hören wir die letzten Worten Jesu im Abendmahlsaal. Hier geschieht etwas Besonderes. Jesus spricht direkt mit und über uns: „Heiliger Vater, ich bitte nicht nur für diese hier, sondern auch für alle, die durch ihr Wort an mich glauben.“

 Das sind wir! Wir glauben durch der Apostel Wort und Zeugnis an Jesus! So werden wir zu einem Teil des Gebetes Jesu. Was jetzt folgt, Jesu letzter Wunsch, richtet sich also an uns: 
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