Mittwoch, 30. Mai 2018

Brot & Wein = Leib & Blut von Edwin Bachmaier


 Brot & Wein = Leib & Blut
von Edwin Bachmaier

Einer der bemerkenswertesten Grundzüge des katholischen Glaubens und Kern jeder Heiligen Messe ist ohne Zweifel die Wandlung der Gaben.

Wir Katholiken glauben, dass während der Wandlung das Brot und der Wein in den Händen des Priesters zum Leib und Blut Jesu Christi gewandelt werden.

Genau hierin liegt aber ein Mysterium (Geheimnis), das wir mit unserem Verstand nur schwer fassen können: Natürlich ist das Brot nach der Wandlung im physikalischem Sinne noch das selbe. Man sieht, riecht und schmeckt immer noch Brot. Jedoch wird das Wesen der Gaben mit den Worten „...das ist mein Leib (bzw. Blut)...“ zu Jesus Christus selbst!


Ebenso unbegreiflich, jedoch ein Hinweis des Himmels auf die Richtigkeit dieses Glauben, sind die zahlreichen eucharistischen Wunder. Das wohl bekannteste, das Wunder von Lanciano, gibt Hinweise darauf, dass der Empfänger bei jeder Kommunion unabhängig von Form und Größe der Hostie den ganze Leib Christi erhält.

Umso bemerkenswerter ist, was nach der Wandlung mit der Hostie passiert:

Nach dem Lamm Gottes nimmt der Priester das Brot, das ja jetzt Jesus Christus selbst ist, und zerbricht es! Er vergegenwärtigt damit unblutig den Kreuzestod Jesu.

Der Priester gibt dann ein winziges Stück der Hostie in den gewandelten Wein.
Das Blut steht als Sinnbild für das Leben. Leib und Blut sind somit wieder vereint, ein Zeichen für

die Auferstehung!
Fassen wir also zusammen: Wir nehmen bei der Kommunion den wahren Jesus, der für uns gestorben und wiederauferstanden ist, in uns auf!

Welche Religion kann denn schon behaupten, ihrem Gott so nahe kommen zu dürfen?

Verinnerlicht man diese Tatsache versteht man besser wie wichtig es ist, bei der Kommunion mit ungeteiltem Herzen dabei zu sein.
Denn es ist der Herr! Jesus sollte in jedem Fall wie ein König empfangen werden.

Eine schöne Tradition, die sich aus der Verehrung dieses real präsenten Gottes entwickelte, sind die eucharistischen Anbetungen wie unsere 24/7 Anbetungswochen oder die Tages- bzw. Nachtanbetungen in unseren Pfarren.

Ich möchte jeden dazu aufrufen, diese ganz besondere Zeit wahrzunehmen, vor dem Allerheiligsten anzubeten, sich die Realpräsenz Gottes in diesem kleinen Stück Brot vor Augen zu führen, um sich dieser Wirklichkeit bei der Kommunion noch besser bewusst zu werden.
Euer Edwin

(aus: Pfarrbrief 1/2018)

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