Einen besonders spannenden Vortrag gibt es diesen Samstag um 17 Uhr im Kammerlanderstall Neukirchen,
Irene Tomedi bei der Restaurierung des Turinger Grabtuchs
organisiert von Tauriska: Die zwei Frauen, die das Turiner Grabtuch restaurierten erzählen davon.
Gleich unten der Einladungstext von Tauriska. Zuerst aber ein Ausschnitt aus einem Artikel des Katholischen Sonntagsblattes Bozen (von Tauriska versandt), der die persönliche Einschätzung von Frau Textilrestauratorin
Irene Tomedi über den Ursprung des Turinger Grabtuches wiedergibt:
"Die
Frage, ob das Bildnis ihrer Einschätzung nach echt sei oder nicht,
bekommt Irene Tomedi immer wieder gestellt. „Das muss jeder für
sich selbst beantworten“, sie sieht es als Frage des persönlichen
Glaubens an. Es gebe keine Beweise dafür und auch keine dagegen, die
Abbildung des Gekreuzigten lasse sich aber nicht erklären. Sie
selbst hat die Stellen des Tuches, auf denen die Abdrücke des
Leichnams zu sehen sind, unter dem Mikroskop begutachtet. Zu ihrem
eigenen Erstaunen war außer den Leinenfasern nichts zu erkennen –
keine Spuren einer Malerei oder einer sonstigen Substanz – nichts.
Diese Tatsache war für sie „unglaublich“ und verleitet auch sie
zur Annahme, dass das Grabtuch echt sein könnte."
Der Historiker Michael Hesemann hat 2015 einen sehr spannenden Vortrag über das Grabtuch in
Es ist eines der größten Rätsel der Menschheit: Welches Antlitz zeigt das berühmte Grabtuch aus dem Turiner Dom? Zwei Frauen haben es in unserer Zeit konserviert. Darüber erzählen sie Berührendes in einem „Tauriska“-Vortrag in Neukirchen/Gr.Ven.
Am 17. Juni hielt Pfarrer Richard Weyringer (Pfarrer im Gasteinertal und mein Onkel) einen Vortrag über Sterbebegleitung. Ein Thema, dass Richard auf seinem Glaubens- und Berufungsweg immer begleitet hat und immer wichtiger wurde.
Richard erzählte uns von vielen beeindruckenden Erlebnissen mit schwer kranken und sterbenden Menschen. Dabei war der Grundgedanke, der immer mitklang, dass jeder Mensch immer in Gottes Hand geschrieben ist, dass Gott keinen vergisst. Besonders deutlich wurde dass an Richards Gedanken zur Demenz. Er glaubt es den Leuten, wenn sie von Erlebnissen berichten, die unmögliche scheinen oder in der Vergangenheit liegen. Eine Frau erzählte ihm immer vom schönen Badeausflug am Morgen und den netten Stadtbummeln. Natürlich war die Frau körperlich den ganzen Tag im Heim, aber vielleicht war sie ja geistig mit ihrem Schutzengel unterwegs? Er glaubt ihr, dass sie das wirklich erlebt hat. Als Christen glauben wir ja eine geistige Welt und dass Gott gerade bei den Kranken da ist, warum also sollte Gott das nicht können? Sollte es ihm nicht möglich sein, diesen Menschen auch noch spannende und schöne Erlebnisse zu ermöglichen? Für Gott ist nichts unmöglich. Eine ungewöhnliche Art über Demenz zu denken, aber auch ein befreiender Ansatz. Man sieht nicht mehr nur die Krankheit, sondern den Menschen, der lebt und liebt, den Menschen, der immer von Gott geliebt wird.
Danke Onkel Richard, für diesen spannenden und lebhaften, vor allem aber tiefgehenden und tröstlichen Abend.
PA Ruben
Richard Weyringer mit der Leiterin des Katholischen Bildungswerkes Elisabeth Nindl
Michael Hesemann in Neukirchen über das Turiner Grabtuch: Das war spitze!
Hier kann man den Vortrag nachhören (download):
Das Turiner Grabtuch, Zeuge der Auferstehung?
(Neukirchen am Großvenediger am 29.April 2015)
Michael Hesemann in Neukirchen
Ein kurzer Gedanke von mir zum Grabtuch:
Wäre es nicht eigenartig: Gott wird Mensch, tut Wunder und verkündet das Reich Gottes, ersteht von den Toten, der Glaube an diesen menschgewordenen und auferstandenen Gott verbreitet sich auf der ganzen Welt und verändert das Leben von Milliarden, und bei all dem hinterlässt er gar keine Spuren in der Welt? Also richtig angreifbare und anschaubare Spuren? Ich fände das sehr eigenartig. Ich glaube nicht allein aufgrund von Wundern...aber schön, wenn die Wunder, wie dieses einzigartige Tuch von Turin, unseren Glauben voll und ganz unterstützen und bestärken.
Und bei aller berechtigter Skepsis ob dieser gekreuzigte und mit Dornen gekrönte Mann auf dem Tuch Jesus ist oder nicht, das eine ist klar und eindeutig: das Tuch ist einzigartig. Mit wie viel Freude würden an allen Ecken ähnliche Tücher gezeigt, wenn die Kirche das Grabtuch ausstellt, um zu zeigen: Schaut, die wollen euch an der Nase herumführen. Aber es gibt kein zweites Tuch wie das von Turin, nicht einmal ein vergleichbares. Ausser eben ein anderes Tuch, das von Manopello, dass wieder Jesus zeigt...schon cool!
PA Ruben
Am 5. April traf sich unser neuer Erzbischof Franz Lackner mit den ehrenamtlichen und Hauptamtlichen Mitarbeitern der Diözese Salzburg (Impulstreffen). Dabei hat er uns in sehr tiefer und ergreifender und Weise seine Gedanken über den Weg der Kirche in die Zukunft mitgeteilt. Und lustig war es auch!
Oh, Herr Jesus, segne unseren Erzbischof und schenke ihm gute und treue Mitarbeiter!
Ein Bild des Erzbischofs für die Kirche hat sich mir besonders eingeprägt (Minute 38):
"Wir müssen Aufpassen, das die Kirche nicht so etwas wird wie ein Selbstläufer. Ich vergleiche das immer mit einem Fluss. […]
Wenn die Salzach, wenn die Quelle der Salzach versiegt, hört hier der Fluss nicht zu fließen auf. Das ist auch in der Kirche so. Wir können die Beziehung mit dem Ursprung verlieren, und Kirche läuft irgendwie weiter, wie ein Fluss, der ist da. Wir brauchen sozusagen die Quelle nicht mehr, und dass liebe Brüder und Schwestern, das wäre fatal. Das halte ich für die größte Gefahr in unserer Zeit. Weil unsere Zeit ist schon geprägt davon den Augenblick absolut zu setzen. Wir tun uns schwer mit diesem ursprünglichen Denken. Jetzt ist es so, und das passt. Und Aufgabe von Kirche vor allem für sie, die sie alle Verantwortung übernommen habe - wirklich danke vielmals, Vergelt’s Gott das sie das tun - unserer Aufgabe ist es hier von heute eine Verbindungslinie zurück zu ziehen zu diesem ursprünglichen Ereignis, der Quelle Jesus Christus von Nazareth…"
Eine schöne Beschreibung seines Werdeganges: "Meine Eltern sind beide Ärzte geworden und haben sich die ganze Zeit über Patienten unterhalten, deswegen haben wir Geschwister eigentlich gedacht, dass es nur Ärzte und Patienten auf der Welt gibt, und dann hab ich beschlossen Arzt zu werden. Nach mir wurden noch vier Schwestern geboren, und daraufhin beschloss ich Psychiater zu werden."
Beim Vortrag von Psychiater, Therapeut und Universitätsdozent DDr. Raphael Bonelli zum Thema "Selber Schuld - Psychotherapie zwischen Fremdbeschuldigung und Selbstmitleid" war unser Pfarrsaal bis zum letzten Platz gefüllt. Zum Glück hatten wir noch einige Bierbänke im Keller um extra Sitzplatz zu schaffen.
Zum Nachhören gibt es den Vortrag nun zuerst einmal als mp3 zum downloaden und zum online anhören. Wenn jemand (v.a. aus unseren Pfarren) die Vorträge als normale Audio CD's braucht, schreibt oder redet mich einfach an und ich brenne euch die CD's.
Auch den Vortrag für Kirchliche Mitarbeiter "Psychotherapie vs. Seelsorge - Wer kann was" werde ich demnächst online stellen, ebenso wie Videoaufnahmen der Vorträge.
Katholisches Bildungswerk Wald im Pinzgau Vortrag und Gespräch mit Pfr. Mag. Richard Schwarzenauer, Theologe, Priester, Schwarzach „Beten – was hilft´s“ Einen beeindruckenden Vortrag hielt Pfr. Schwarzenauer für die Zuhörer in Wald auf Einladung von Anni Niedrist und Elisabeth Scharler vom Katholischen Bildungswerk.
„Beten muss sich im Herzen abspielen“ – das war die Botschaft des Abends.
Es war schließlich nicht immer selbstverständlich beten zu können, schon gar nicht in Kirchen.
300 Jahre lang haben Christen keine Kirche bauen dürfen, gebetet wurde in der Nacht, in Kellern.
Auch über die Bedeutung der verschiedensten Körperhaltungen wurde gesprochen.
In den ersten Bildern kann man die Menschen zum Beispiel mit offener Handhaltung erkennen – empfangend. Man kann es auch „offen sein für alles“ oder „ich gebe alles was ich habe, meine Zeit, mich selbst,…“ nennen.
Er ging auch auf das Ruhigwerden vor dem Gebet ein. Die Meditation vor dem Gebet, das „in die Mitte kommen“, hilft einem sich bewusst wahr zu nehmen, den eigenen Lebensrhythmus zu spüren.
Auch über die Kontemplation berichtete er: hier kann man sich Bilder verinnerlichen, Inhalte – Texte aus der Bibel.
Darüber kann man den ruhigen Weg zum Gebet selbst finden.
Welche Gebete betete nun Jesus?
Jesus betete meist allein, auf einem Berg, einfach „anders“ als alle anderen.
Als ihn die Apostel fragten, ob er sie das Beten lehren wolle, brachte er ihnen das Vaterunser bei. Aber, nicht als Selbstverständlichkeit, nein, die Apostel mussten es fühlen, dass sie sich direkt im Gespräch mit Gott verbinden durften.
Pfr. Schwarzenauer erzählte auch von der Geschichte und Bedeutung des „Vaterunsers“. Im Neuen Testament gibt es 2 Fassungen:
Matthäus hat in seinem Evangelium (Mt 6,9-13) die heutige, kunstvollere, längere wohl auch spätere Fassung – er ordnet sie genau in der Mitte der Bergpredigt ein.
Lukas ordnet die Themen anders ein und formuliert kürzer (Lk 11,2-4)
Die 12-Apostel-Lehre trägt auf, das Gebet des Herrn 3 x pro Tag zu beten, ganz sicher bei jeder Eucharistiefeier.
Auch das 18-er Gebet wurde täglich am Morgen und Abend gebetet.
Die 150 Psalmen waren das Grundgebet der Juden selbst. Das ICH wird im Gebet zum WIR.Das ist ein Wunsch Gottes, ja fast eine Voraussetzung.
Danken, Klagen, Fluchen, ….. alles scheint erlaubt, denn Gott wird zum Partner dem man in dem Moment alles sagen kann.
Gott hat alles geschaffen, dafür gehört er gepriesen, dessen ist sich Pfr. Schwarzenauer sicher.
Und: Gott ist mit mir, es kann mir nichts passieren, wo er nicht mit mir ist.
Gebet ist das innere Vertrauen.
Pfr. Schwarzenauer ging im 3. Teil seines Vortrages nochmals im Besonderen auf das Vaterunser ein.
DEIN Name, DEIN Reich, DEIN Wille, so heißt es im ersten Teil des Vaterunsers und hier findet man auch den 1. Teil des Psalm 145 zusammengefasst.
„Eigentlich reden nur Verliebte so“, meinte Pfr. Schwarzenauer und betont hier nochmals die Wichtigkeit des „Weg vom Ich“.
Bedenkt man den Satz „Unser tägliches Brot gib uns heute“, so müssten wir eigentlich ein schlechtes Gewissen haben.
Denn wir bitten Gott darum uns allen zu essen zu geben, wir würden es schon an alle aufteilen. Ist dem wirklich so?
Das Preisen und das Staunen kann man im Vater-Unser „einfangen“, alleine schon durch die Betonung.
Denn, Beten ist nicht gleich Beten. Leere, daher gesagte Worte sind nicht Sinn und Zweck eines Gebetes. Der Glaube muss gepflegt werden und alles was man nicht pflegt „geht ein“, wie eine Blume die nicht gegossen wird.
Das waren die abschließenden Worte von Pfr. Mag. Schwarzenauer und so hoffen wir, dass die Gebete zu blühenden Gärten werden!Die Zuhörer waren beeindruckt von den Worten von Pfr. Schwarzenauer, der mit seiner humorvollen und doch wieder ernsten Art alle mit seinen Geschichten aus dem Leben alle in den Bann zog. Herzlichen Dank von allen für diesen Abend!
Eigentlich waren es keine „Geschichten“, die uns Ruben von „seinen pastoralen Abenteuern“ auf Einladung des Katholischen Bildungswerkes Wald erzählt hat. Es waren ErLEBnisse der besonderen Art.
ErLEBnisse die ihn sichtlich geprägt haben, die aber auch die Zuhörer für nicht ganz 2 Stunden in den Bann gezogen haben und an die er uns einen Abend lang teilhaben ließ.
Geschichten die eine Tür zu einer uns fremden Welt auftaten, die manches Mal verwunderten, die einem lachen ließen und zugleich zutiefst berührten.
1 Jahr lang lebte oder erlebte Ruben Bolivien.
Er erzählte in seinem spannenden Bericht von der Anfahrt in der weißen „Paloma“ (d.h. "Taube", der Name des weißen Toyotas), seiner Ankunft in San Ignacio, seiner dort ersten Hl. Messe bei Kerzenschein im Campo, begleitet vom Vogelgesang (………..so schließt sich der Kreis,: hatte er doch Biologie studiert, weil er die Vögel so bewundert und so durfte er hier seine erste Hl. Messe in Bolivien mit deren „Begleitung“ feiern ;-) ).
Auch seine jahrelange Erfahrung als Ministrant war ein großer Vorteil darin, als es daran ging, eine Ministrantengruppe aufzubauen.
Ruben gab uns Eindrücke in seine Begegnungen mit Padre Jesus (der ihm „Vertrauen lehrte“) und Doña Dina (die Frau mit „der Weisheit des Herzens“) – zwei starke Persönlichkeiten und Begleiter, vielleicht sogar Vorbilder, wohl nicht nur in seiner Zeit in Bolivien, sondern auch jetzt noch.
Außerdem seine ständigen Begleiter: Bibel, Gitarre und Geige – damit brachte man Trost, Rat und neue Hoffnung zu den Menschen. Denn dort, direkt bei den Menschen, verbrachte er seine Zeit, um sie zu erLEBEN, ihre Wünsche, Gedanken, Vorstellungen zu verstehen. Und: Zeit zu schenken, und damit „sich selbst“, so Ruben, kann oft noch wertvoller sein, als materielle Dinge.
Padrecito (kleiner Priester) wurde Ruben von den Menschen in Bolivien genannt – ein Zeichen, dass sich die Menschen dort sehr wohl nach geistlicher Führung sehnen. Diese haben sie genauso bekommen, wie auch die caritative Hilfe.
Ruben durfte Doña Dina beim Aufbau von Häusern genauso begleiten, wie man auch – für uns – kleine Dinge (und sei es ein Kinderwagen, ein Friseur oder einfach nur Zähne) dorthin brachte, wo sie gebraucht wurden.
"Nonne cor nostrum ardens erat in nobis, dum loqueretur in via?"
Brannte nicht unser Herz in uns, als Er auf dem Wege zu uns redete?
Diese Zeilen findet man auf dem Blog von Ruben. Und wer ihn über seinen Weg - seine Reise nach Bolivien - reden hörte, kann sich auch vorstellen, warum.
Alle die an diesem Abend dabei sein durften und konnten, danken Ruben Weyringer herzlich für seine Erzählungen und zeigten sich sichtlich beeindruckt von dieser, „etwas anderen Reise zu Gott, über die Menschen aus Bolivien“!
Übrigens: Ruben Weyringer ist laufend im Kontakt mit seinen Projekten und Freunden in Bolivien und er denkt auch daran, im Sommer wieder für 1 Monat dorthin zu reisen, daher: Spendengelder sind sichtlich gut aufgehoben bei ihm:
Häuser für die Armen - Ruben Weyringer Madres Abandonadas-Bolivien -