Geheilte Vergangenheit
Im heutigen Evangelium erfüllen sich mehrere Verheißungen Jesu. Das erste Wort des Auferstandenen ist: „Der Friede sei mit euch.“ Als Jesus die Jünger aussandte, hatte er ihnen aufgetragen, wenn sie in ein Haus kämen diesem den Frieden zu wünschen (Mt 10,12). Was er ihnen auftrug erfüllt er selbst.
Nachdem Jesus den Jüngern seine Hände und seine Seite zeigte, freuten sie sich. Auch diese Freude erfüllt ein Versprechen Jesu welches er ihnen kurz vor der schweren Stunde des Abschieds gab: „Ich werde euch wiedersehen; dann wird euer Herz sich freuen und niemand nimmt euch eure Freude“ (Joh 16,22). Diese trostreichen Worte dürfen wir sicher auch auf uns beziehen, wenn wir schwere Zeiten durchmachen.
Und dann erhalten die Jünger den bereits versprochenen Beistand, den Heiligen Geist durch die Anhauchung Jesu. Warum bekommen die Jünger den Heiligen Geist zweifach, einmal vor der Himmelfahrt Jesu (heutiges Evangelium) und dann noch einmal zu Pfingsten (1. Lesung)? Dazu bemerkt der heilige Gregor: „Weil es ein zweifaches Liebesgebot gibt, Gott zu lieben und den Nächs-ten zu lieben. Der Geist um unseren Nächsten zu lieben wird auf Erden gegeben, der Geist um Gott zu lieben vom Himmel aus [...]denn durch die Liebe zum Nächsten lernen wir Gott zu lieben“ (nach der Catena Aurea).
Besonders eindrücklich sind die Wundmale am Leib des Auferstandenen. Warum hat Jesus sie noch?







