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Montag, 2. Dezember 2019

Tipps eines Jerusalempilgers - Pastoralassistent Ruben Weyringer

Wie Pilgern und Leben gelingen können

Eine Pilgerreise sagt man, ist ein Abbild des Lebens. Man erlebt als Pilger alles, was man im Leben erlebt. Es gibt unbeschwert, fröhliche Tage, Beschwerden, Schmerzen, Freundschaften, Einsamkeit, tiefe Täler und hohe Gipfel, Regenwetter und Sonnenschein, Tage an denen man sich von Gott getragen und Tage, an denen man sich von allen verlassen fühlt … und am Ende wartet das Ziel, auf das wir uns immer ausrichten, bis wir einmal dort ankommen. Man kann sagen: Pilgern ist das Leben in Miniatur.

Donnerstag, 19. September 2019

Unser Leben der Lobpreis - Pastoralassistent Ruben Weyringer

Der Lobpreis Gottes besteht nicht nur darin ihn immer bewusst und mit Worten, Gebeten und Liedern zu loben. Unser Leben selbst ist der Lobpreis Gottes!

Gott schafft sich Lob aus dem Mund der Säuglinge und Kinder (Psalm 8), die ganze Schöpfung ist ein Lobpreis Gottes. Alles, das gut, schön, von Freude, Liebe und Leidenschaft erfüllt ist, kann ein Lobpreis Gottes sein.

Wenn jemand gerne malt oder gerne im Garten arbeitet, wenn jemand gerne unter Menschen ist oder spazieren geht ... und ihn das in seinem Inneren mit Freude erfüllt, dann ist das ein Lobpreis Gottes. Aber auch wenn wir uns überwinden oder sogar über uns hinauswachsen ist das ein Lobpreis Gottes. Auch wenn wir durchhalten, die Schwere und Last des Alltags und des Lebens tragen, dann ist es ein Lobpreis Gottes. Denn all dies hilft, das Gute in der Welt zu vergrößern. Und wo das Gute zunimmt wird Gott verherrlicht und gepriesen.

Freitag, 14. Dezember 2018

Wie begegnet Jesus Menschen? - PA Ruben

"Ich habe euch ein Beispiel gegeben, damit auch ihr so handelt, wie ich an euch gehandelt habe" (Joh
13,15), so spricht Jesus. Wie handelt Jesus nun, wie begegnet er den Menschen?

Für Gott sind wir Menschen keine Objekte, also keine Dinge oder Gegenstände, die er bearbeitet oder herumschiebt wie Schachfiguren oder Marionetten.
Für Gott sind wir Subjekte, sind wir Personen mit freiem Willen, mit je eigener Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft, mit eigenen Entscheidungen und Aufgaben. Daher begegnet uns Gott in Jesus nicht von oben herab, sondern er schaut den Menschen in die Augen und berührt sie. Wie oft sagt er doch "dein Glaube hat dir geholfen", nicht irgendeine Wunderkraft. "Glaube" bedeutet Vertrauen. Es ist also unser Vertrauen, das uns hilft. Aus eigener Erfahrung wissen wir, dass der Mensch ohne Vertrauen nicht Leben kann. Auf die Frage "Wem vertraust du?", wäre die Antwort eines gläubigen Menschen wohl "Wie ein Kind den Eltern, so vertraue ich auf Gott".

Freitag, 5. Oktober 2018

Es ist längst zu spät - PA Ruben

"Manche in der Kirche klagen seit Jahren: Es ist fünf vor zwölf! Ich halte das für Quatsch: Es ist fünf nach zwölf! Es ist längst zu spät. Aber das hatten wir schon zu Jesu Zeiten. Ich glaube zutiefst, dass der Heilige Geist uns auf Wege führt, von denen wir noch nicht einmal ahnen, dass es sie gibt."
Heiner Wilmer, neuer Bischof von Hildesheim im Interview mit "Die Zeit"

Der neue Bischof von Hildesheim Heiner Wilmer war mir von seinem beeindruckenden Buch "Gott ist nicht nett" bekannt. Er spricht ehrlich, klar und direkt aus, wie es um uns steht. Und das ist, denke ich, der einzige Weg, den wir gehen können: Ehrlich die Lage einschätzen und unser ganzes Vertrauen auf Gott setzen.

Ja, es ist längst zu spät. Auch durch die beste Marketingstrategie, die besten Slogans und Events wird die Kirche nicht plötzlich wieder total einflussreich und total beliebt werden. Auf Gott zu vertrauen statt auf die eigene Kraft ist längst nicht mehr populär und durch die bekanntgewordenen Verfehlungen und sogar Verbrechen (siehe Missbrauchsvorwürfe in den USA) von Kirchenvertretern werden Menschen auch nicht gerade motiviert sich als lebendige Steine im Leib Christi, der Kirche, zu sehen und am Aufbau des Reiches Gottes mitzuwirken.

Mittwoch, 28. März 2018

Ich liebe dich wegen deiner Schwächen - PA Ruben

Ich liebe dich wegen deiner Schwächen

Wir wollen alle glücklich sein, oder? Warum fällt es uns aber so schwer, dieses Glück zu finden? Warum verlieren wir den Glückszustand so schnell wieder und fühlen uns nachher oft leer und enttäuscht?

Ich denke, ein Grundproblem unserer Zeit ist, dass wir zu viel erwarten. Das fängt bei den Erwartungen an uns selber an: Wir sollten schlagfertig, sportlich, lustig, erfolgreich, intelligent, gut drauf und schön sein. Und dann erwarte ich natürlich das Gleiche auch von meinen Mitmenschen, besonders von meinem Ehemann, meiner Ehefrau. Sie oder er soll all das bieten und mich dazu noch glücklich machen.

Aber ist das nicht eine Überforderung? Mache ich den Anderen dadurch zu meinem persönlichen Erlöser, stelle ich ihn an die Stelle Gottes? Daran kann ein Mensch nur scheitern und eine Beziehung nur zerbrechen. Kein Mensch kann einen anderen erlösen und vollkommenes Glück schenken.

Was tun? Wir können gemeinsam auf dem Lebensweg unterwegs sein. Wir können miteinander und füreinander kämpfen, anstatt gegeneinander. Wir können dankbar sein für die vielen schönen Momente und wenn es schwer ist, versuchen durchzuhalten. Wir können die Fehler des anderen annehmen und gütig sein.
Vielleicht ist dies einer der höchsten Stufen der menschlichen Liebe, wenn wir sagen können: "Ich liebe dich nicht wegen deiner Stärken, ich liebe dich wegen deiner Schwächen".

Und wie in der Liebe ist es im ganzen Leben. Wenn wir locker lassen können, unser Leben entspannt angehen, unsere Erwartungen und Ansprüche zurück schrauben, wenn wir das schaffen, dann werden wir frei. Und Freiheit schenkt Zufriedenheit und Zufriedenheit schenkt uns ein tiefes Glück.
Wir verlieren dann "die Furcht, wir könnten das eigene Leben verpassen, wenn wir nicht alles an uns reißen, was Leben verspricht" (Papst Benedikt/XVI.).

Dann versuchen wir nicht mehr uns das Leben (die Lebendigkeit) selbst zu machen, sondern lassen sie uns von Gott schenken. So ist es auch mit dem Glück: Wenn wir aufhören danach zu streben, dann kann es uns geschenkt werden. Ein selbst gemachtes Glück ist kein echtes Glück. Glück kann uns nur geschenkt werden.

Vater, schenke es uns aus deinen Händen!

(aus: Pfarrbrief 1/2018)

Mittwoch, 29. März 2017

Einfach so dahin...

Einfach so dahin...

"Der lebt einfach so dahin". Damit meinen wir: der hat keine klaren Ziele, keine klaren Vorstellungen, er macht sich nicht viele Gedanken über seinen weiteren Lebensweg, er hat resigniert, fügt sich einfach so in sein Leben und in die Welt ein. Aber die Lebenskräfte pulsieren nicht. Wenn wir "einfach so dahin leben" machen wir es uns leicht im Leben.

Vielleicht denken wir uns auch sehnsuchtsvoll: Einfach so in den Tag hinein leben, das wäre schön. Keine Sorgen und Pflichten, die unser Leben bestimmen.
Aber, wie mir scheint, werden wir dadurch nicht frei und einfach nur glücklich, sondern oft traurig und doch im Inneren unzufrieden. Wir sind wohl nicht auf der Welt, um es uns einfach leicht zu machen und den Weg des kleinsten Widerstandes zu suchen. Es gibt eine Aufgabe für jeden von uns im Leben. Und wenn wir diese nicht erfüllen, fühlen wir uns leer und verlassen.

Wir können auch "einfach so dahin glauben". Das oben über das "Dahinleben" gesagte gilt auch hier. Man macht es sich leicht im Glauben. Aber niemand hat gesagt, das es leicht werden würde, weder das Leben, noch der Glaube.

Mittwoch, 7. Dezember 2016

Diakonat - Beginn der Ausbildung

Diakonat
Liebe Gläubige, liebe Freunde,
Ich darf euch schreiben, dass für mich nun die Ausbildung zum Diakon begonnen hat. Die Ausbildung dauert 4 Jahre und dann, so Gott will, werde ich zum ständigen Diakon geweiht.

Das Sakrament der Weihe hat drei Stufen. Zuerst wird man zum Diakon geweiht, dann zum Priester und dann (natürlich nur wenige) zum Bischof. Es ist also so, dass jeder Bischof zuerst einmal Diakon war, dann Priester, und schließlich Bischof. Jede Weihestufe hat einen eigenen Akzent und prägt den Geweihten sein Leben lang. Als Zeichen dafür trägt z.B. der Bischof unter seinem Messgewand auch eine ganz dünne Dalmatik, dass ist das Gewand, dass der Diakon in der Hl. Messe trägt.

Das Wort Diakon vom griechischen "diakonos" bedeutet Diener. In diesem Sinne wird bei der Diakonenweihe gebetet: "Im Dienst des Wortes, des Altares und der Liebe ist der Diakon für alle da".
In einer Erklärung des Gewandes des Diakons aus der Russisch Orthodoxen Kirche habe ich einmal gelesen, dass die Stola des Diakons, also das Stoffband, das er quer über die Schulter trägt, Engelsflügel symbolisiert. Denn wie ein Engel soll der Diakon herum schwirren, in der Messe die Gaben zum Altar und das Wort Gottes zu den Menschen bringen.
Diakonenweihe im Salzburger Dom (Foto: Johann Schwaighofer)

Sonntag, 18. September 2016

Der Pfarrerwechsel aus Sicht des Pastoralassistenten Ruben

Der Pfarrerwechsel in unseren Pfarren hat mich in den letzten Monaten natürlich sehr beschäftigt.
Pfarrer Helmut verdanke ich sehr viel. Er war nicht nur mein erster Vorgesetzter im kirchlichen Dienst, sondern wurde mir in den letzten 5 Jahren auch ein Freund und Wegbegleiter. Wäre er nicht bereit gewesen mich als Pastoralassistenten zu nehmen wäre mein Leben ganz anders verlaufen. Danke Helmut.

Auch mit Christian verbindet mich schon einiges. Er ist vor 12 Jahren gemeinsam mit meinem Bruder Simon in das Priesterseminar eingetreten. Unsere Wege haben sich immer wieder kurz gekreuzt. 2006 trafen wir uns ihn Lourdes, ein paar Jahre später musizierten wir einmal gemeinsam bei der Langen Nacht der Kirche in der Dreifaltigkeitskirche, er mit der Zither und ich mit der Geige. In meinem ersten Jahr im Pinzgau war er noch Kooperator in Mittersill und in dieser Zeit haben wir uns ein wenig besser kennen gelernt. Dass er nun unser Pfarrer geworden ist empfinde ich als einen großen Segen. Herzlich willkommen Pfarrer Christian.

Du kommst an einen guten Ort mit vielen guten Menschen. Als "Hauptamtliche" hat uns der Herr zwar zu zweit ausgesandt (plus Pfarrer Karl Pöckl und Kooperator Ferdinand Schnaiter natürlich), aber für unsere Aufgabe hat er uns noch sehr viele gute Gläubige und Helfer zur Seite gestellt. Beginnen wir in Gottes Namen und mit SEINEM Segen.
Pastoralassistent Ruben
(aus Herbstpfarrbrief 2016)

Freitag, 18. März 2016

Im Zweifel für Gott!

Zweifel!

Zweifel! Da ist es, das böse Wort, von dem wir   Gläubige gar nicht gerne reden. Fällt es in einem Gespräch über Gott und Glaube, dann ist es, als würde eine schwere Schuld eingestanden.
Große Überraschung dann, wenn ich bekenne: „Ich habe oft Zweifel. Ich glaube sogar, dass Zweifel nicht gegen den Glauben sind, sondern dass sie Teil des Glaubens sind". - "Wie bitte? Zweifel sollen gut sein? - JA! Wenn ich den Zweifel nutze um neu nach Gott zu suchen“.

Wenn ich gar keine Zweifel habe, dann kann es leicht sein, dass ich mir einen gemütlichen Glauben, einen gemütlichen Jesus, einen gemütlichen Gott hergerichtet habe. Er passt gut in mein Leben. Der Zweifel aber fordert mich heraus. Er bringt mich dazu, nachzudenken.
Aus den größten Zweifeln in meinem Leben habe ich die wichtigsten Dinge über Gott, mich selbst und die Welt gelernt. Entscheidend war dabei im Zweifel nicht gegen Gott und Glaube, sondern um und für sie zu kämpfen.
Ich habe einfach schon zu viel erlebt, als dass ich einfach sagen könnte „Weg mit dir Glaube, fort mit dir Gott, es gibt dich nicht, ich brauch dich nicht“. Denn auch im Zweifel fange ich nicht immer wieder bei null an.

Mittwoch, 25. November 2015

Habe ich eine Seele?

Wenn man über geistige Dinge redet, beginnt man am besten bei sich selbst. Gibt es etwas geistiges
in mir? Mit geistig meine ich etwas, das nicht in den Genen oder in Chemie oder Physik sitzt, dass also nicht materiell ist. Etwas, dass zu alldem dazu kommt.
Das ist für mich die erste, grundlegende Frage: Habe ich eine Seele? Gibt es etwas in mir, dass nicht nur durch materielle Einflüsse gelenkt und bestimmt wird? Ist meine Liebe etwas hormonelles, dass nur mir selbst dient? Ist meine Sehnsucht nach etwas Höherem und Größerem reine Einbildung? Bin ich zufällig hier, ohne Aufgabe, ohne Sinn? Oder…oder ist in mir doch etwas geistiges da, dass was wir Seele nennen. Spontan will man ausrufen: Ja, ich habe eine Seele. Ich bin nicht nur etwas, das recht oder schlecht funktioniert. Ich bin nicht ein etwas, sondern ein jemand. Ein Mensch mit Leib und Seele. In mir treffen und verbinden sich Materielles und Geistiges.

Mittwoch, 30. September 2015

Den Flüchtlingen die Liebe Gottes zeigen

Natürlich wäre es besser, wenn die vielen Flüchtlinge zu Hause bleiben könnten um ihr Land
aufzubauen. Doch so ist es nicht. Und so sind Menschen hier bei uns, die vielleicht nie in ihrem Leben einem Christen begegnet wären. Könnte das für uns nicht eine einzigartige Chance sein?

Durch uns können sie die Liebe Gottes kennen lernen, durch uns können sie Jesus begegnen. Nicht durch kluge Worte - es wird sowieso einige Zeit dauern, bis wir eine gemeinsame Sprache sprechen - sondern dadurch, was wir sind und was wir tun, wie wir miteinander und mit ihnen umgehen.


Donnerstag, 16. April 2015

Wie tickt eigentlich unser Papst?

Wie tickt eigentlich unser Papst?
Das ist bei jedem Menschen schwer zu sagen. Was nun Papst Franziskus betrifft habe ich vor kurzem
ein Buch gelesen, durch das ich Franziskus zumindest besser verstehe als zuvor: "Austen Ivereigh, Der Große Reformer, Franziskus und wie er ein radikaler Papst wurde" (bis jetzt nur auf Englisch).

Franziskus verabscheut "intellektuelle Eliten". Damit meint er Gruppen von Leuten, die ihre Ideen und Vorstellungen den Menschen aufzwingen, und dann vorgeben"im Namen des Volkes" zu sprechen. "Sie sind immer für die Menschen, aber nicht mit den Menschen" ist für ihn ein Kernsatz. Wir müssen nicht für, sondern mit den Menschen sein. Diesen Weg ist unser Gott auch gegangen. Er wollte mit uns sein und ist daher  in Jesus Mensch geworden und zu uns gekommen, um uns zu retten.

Den marxistisch angehauchten Befreiungstheologen (einer "intellektuellen Elite") war Franziskus ein Dorn im Auge.

Dienstag, 2. Dezember 2014

Engel und Menschen singen wie aus einem Mund...


Habt ihr schon einmal auf die Worte geachtet, die der Priester spricht bevor wir das Sanctus, das "Heilig, heilig, heilig" singen?

„Darum singen wir mit den Engeln und Erzengeln, den Thronen und Mächten und mit all den Scharen des himmlischen Heeres den Hochgesang von deiner göttlichen Herrlichkeit: Heilig...“, oder  „Durch ihn rühmen dich Himmel und Erde, Engel und Menschen singen wie aus einem Munde das Lob deiner Herrlichkeit: Heilig...“ oder “Die Himmel und die himmlischen Kräfte und die seligen Serafim feiern dich jubelnd im Chore. Mit Ihrem Lobgesang lasst auch unsere Stimme sich vereinen und voll Ehrfurcht rufen: Heilig...“

Wenn Engel und Menschen wie aus einem Munde singen, dann sind entweder die Engel bei uns auf Wir sind im Himmel, und die Engel sind bei uns auf Erden. Alle gemeinsam stehen wir vor dem Throne Gottes und singen das dreimal Heilig.


Erden, oder wir bei den Engeln im Himmel. Oder beides: Himmel und Erde berühren und vereinen sich. So ist es in der Heiligen Messe.
Das die Engel diesen Gesang im Himmel singen wissen wir vom Propheten Jesaija und seiner Berufungsvision. Er sah den Thron Gottes. Um ihn herum waren Serafim mit sechs Flügel. „Sie riefen einander zu: Heilig, heilig, heilig ist der Herr der Heere. Von seiner Herrlichkeit ist die ganze Erde erfüllt“ (Jesaja 6,3).


Wir kennen noch ein Lied, das die Engel gerne singen: "Ehre sei Gott in der Höhe, und Frieden auf Erden den Menschen seiner Gnade" (Lukas 2,14). Genau, die Engel singen es bei den Hirten auf dem Feld. In dieses Lied dürfen wir in den Heiligen Weihnachtstagen mit besonders großer Freude einstimmen. Denn das kleine, pflegebedürftige Kind in der Krippe, geboren ausserhalb der Stadt, ist der Sohn Gottes, der Retter, der Herr. Durch ihn wird alles dunkle und finstere, alles böse in der Welt besiegt werden. Was für ein Trost, was für eine Hoffnung für die Menschen aller Zeiten. Gott ist bei uns!

Ich wünsche euch ein Weihnachtesfest voller Freude und reichen
Segen für das Jahr 2015, Euer Pastoralassistent Ruben
(aus: gemeinsamer Pfarrbrief Neukirchen, Wald, Krimml 3/2014. Fotos: Engel in der Pfarrkirche Neukirchen)





Donnerstag, 2. Oktober 2014

Wie begann mein Glaube?


Wie hat mein Glaube eigentlich begonnen?
Wie die Liebe oft mit einem ersten Blickkontakt be­ginnt, so war es vielleicht auch mit Gott? Ein sanfter liebevoller Blick, tief in mein Herz hinein. Ein Blick, bei dem mir warm wurde, bei dem ich mich geborgen fühlte
?

Oder habe ich IHN, Gott, eigentlich schon lange gekannt, doch erst spät erkannt? Wie oft hatte ER mich doch schon in seine Arme geschlossen, um mich zu stärken, mich zu schützen, mir Kraft und Mut zu geben? Vielleicht in einer schwierigen Situtation, oder auch in einer fro­hen Zeit, bei der Geburt eines Kindes, bei der Hochzeit? Oder war es doch ganz anders...?
Jesus Christus: Er liebt uns!
Jesus auf der Empore der Pfarrkirche
Krimml
Wie es auch war, auf welche Weise mir die Liebe und Nähe Gottes erstmals bewusst wurde,­ bei den Meisten begann der Glaube mit starken und tiefen Gefühlen. Wie die Liebe zwischen Mann und Frau. Und schön ist die Zeit der Verliebtheit. "Bei Liebenden sprechen die Au­gen mehr als die Zunge" sagt der Heilige Franz von Sales. Was für ei­ne schöne Beschreibung der Liebe, man kennt sich, ohne sprechen zu müssen. Und Glaube, so kann man vielleicht sagen, ist die Liebes­ziehung zwischen Gott und Mensch.
Doch dann plötzlich wie aus dem nichts eine Leere, eine Einsamkeit, eine Trockenheit. Kennt mich den niemand mehr? Kennst auch DU mich nicht mehr? Die Gefühle von einst habe ich verloren. Ich spüre nichts mehr.
Doch wieder ist es wie bei der menschlichen Liebe. Beruht sie nur auf den schönen Gefühlen, dann wird sie früher oder später zerfallen. Dann war es ein Strohfeuer. Wirksam wird die Liebe erst mit der Treue. So ist es auch mit dem Glauben. Die Treue zeigt, wie echt Liebe und Glaube sind. Gebe ich auf, wenn ich durch die Wüste ziehen muss? Oder glau­be ich weiter, liebe ich weiter? Vertraue ich darauf, dass ich das ver­heissene gelobte Land erreichen werde?

Und wie groß wird die Freude sein, wenn wir das wiederfinden, was wir einst schon kannten. Wenn Glaube und Liebe wieder zur Verliebtheit werdend. Wenn wir uns nur mehr ansehen müssen, und nichts mehr sagen. Führe uns immer wieder heim zu DIR, oh Vater.
PA Ruben
(aus: gemeinsamer Pfarrbrief 2/2014) 

Montag, 28. April 2014

Manche Dinge kann man nur mit Augen sehen die geweint haben


"Manche Dinge kann man nur mit Augen sehen die geweint haben."
Bischof Munzihirwa
Dieser Satz stammt von Erzbischof Christoph Munzihirwa aus Zaire. Er wurde 1996 von ruandischen Soldaten getötet, weil er Hutu­ Flüchtlinge aufnahm und beschützte. Er wusste, dass er dafür wahrscheinlich ermordet werden würde.

Liebe ist immer mit Leiden verbunden, und durch Leiden lernen wir wirklich zu lieben. Wir erleben das, und können es doch nicht verstehen. Wie kann das sein? Die Liebe soll doch alles schön machen? Die Liebe soll mir doch das Gefühl geben, dass alles in Ordnung ist?
Aber wäre die Liebe so nicht eine Selbsttäuschung, einer Autosugges­tion: Man redet sich etwas solange ein, bis man es für wahr hält? Alles ist gut!?

Jesus sagt etwas anderes über die Liebe: "Es gibt keine größere Liebe, als wenn einer sein Leben für seine Freunde hingibt." (Joh 15,13) Er sagt es nicht nur, sondern geht selbst diesen Weg.
Wenn wir auf Jesu Worte und Leben schauen bewahrt uns das vor Selbsttäuschung und Realitätsverweigerung. Wir erkennen, dass die Welt nicht einfach gut und harmonisch ist, und wir selbst schon gar nicht. Es ist nicht einfach alles in Ordnung und wir, wir sind Sünder. Paulus bemerkt: "Ich tue nicht das Gute, das ich will, sondern das Böse, das ich nicht will." (Röm 7,19). Und zu Petrus, dem ersten unter den Jüngern, sagt Jesus: "Hinter mich Satan" (Mt 16,23).
Das hört sich ja ganz schön düster an. Doch gerade an diesem Punkt geschieht das große Wunder. Gott nimmt sich unser an und gibt sich für uns hin. Nicht weil wir so gut, sind liebt er uns, sondern weil er uns Sünder liebt, ist er Mensch geworden. Er ist den schweren Weg der "größten Liebe" gegangen um uns zum Vater zurück zu bringen.

Als Ostergeschenk liegen [dem Pfarrbrief] zwei Bilder bei, die für mich die Liebe Jesu ausdrücken. Das Herz Jesu: So sehr liebt Gott uns, sein Herz brennt für uns. Jesus am Kreuz: Wegen seiner Liebe zu uns leidet Jesus. Doch aus dem Baum des Kreuzes wird der Baum des Lebens.
Aus Liebe und Leiden wird neues (ewiges) Leben geboren.
PA Ruben (gemeinsamer Pfarrbrief Krimml, Wald, Neukirchen 1/2014)


Freitag, 7. Februar 2014

Deine Macht stützt sich nicht auf die große Zahl


Bevor Judit zu Holofernes geht, um dass Volk Israel aus dessen Klauen zu retten, wirft sie sich nieder und spricht ein langes, kraftvolles Gebet. Dabei betet sie unter anderem:
"Denn deine Macht stützt sich nicht auf die große Zahl, deine Herrschaft braucht keine starken Männer, sondern du bist der Gott der Schwachen und der Helfer der Geringen; du bist der Beistand der Armen, der Beschützer der Verachteten und der Retter der Hoffnungslosen."
(Judith Kapitel 9).

"Deine Macht stützt sich nicht auf die große Zahl", was könnte tröstlicher sein? Müssen wir viele sein?
Natürlich wollen wir das größte Geschenk, dass uns gegeben wurde weitergeben. Umso mehr Menschen den lebendigen Gott, den menschgewordenen Gott kennen lernen, umso schöner.
Doch es geht nicht darum, dass möglichst viele da sind, es geht nicht um die große Zahl. Wenn wir etwa das Morgengebet in Wald feiern, und wir sind 12 Leute, dann sind wir erstens schon so viele wie die 12 Apostel, die die ganze Welt veränderten. Zweitens beten ja dann diese 12 nicht nur für sich selbst, sondern auch für all die anderen, die nicht da sein können. Wenige beten dann für alle, und so sind alle mit dabei. Ein Gottesdienst ist nie nur eine Privatangelegenheit. Vielleicht kommen auch die Schutzengel vieler Menschen zu unseren Gottesdiensten und beten für die ihnen anvertrauten Menschen und bringen ihnen im Geiste die frohe Botschaft von Jesu Leben, Tot und Auferstehung.
Judith köpft Holofernes, Caravaggio 1599

So brauchen wir nicht darüber betrübt sein, wenn einmal weniger Leute in der Messe oder bei einem Gebet sind. Gut, dass gerade du, er, sie und ich da sind. Wer weiß, was Gott mit uns vorhat.
Und wenn wir dankbar und fröhlich unseren Glauben leben können wir auch Menschen die den Glauben ablehnen erreichen.

Ganz einfach durch den inneren Frieden und die Freude, die der Glaube an Gott uns schenkt. Diese haben die größte Ausstrahlungs- und Anziehungskraft.
PA Ruben
(aus: gemeinsamer Pfarrbrief 3/2013)

Donnerstag, 10. Oktober 2013

Gott schenkt uns Zukunft

Bevor ich wusste, in welche Richtung mein Lebensweg führen würde, ging mir oft ein Satz, ein Gebet, durch den Kopf:
"Du bist der Gott, der mir Zukunft schenkt".

Ich dachte dabei an das Volk Israel in der Gefangenschaft. Verzweiflung plage sie, und doch hat Gott sie herausgeführt. Ich dachte auch an Josef, den seine Brüder umbringen wollten. Dann sagte aber sein ältester Bruder Ruben (mein Namenspatron): "»Brüder, wir wollen keinen Mord begehen«.[..] Er wollte ihn nämlich aus ihrer Hand retten und zu seinem Vater zurückbringen. (Genesis 37)".
Friedrich Overbeck, Verkauf Josephs an die Ägyptischen Händler (Wipedia)
Dieser Josef landete in Ägypten. Nach vielen Abenteuern und verzwickten Situationen wird er Vorsteher des Hauses des Pharao, sozusagen die Nummer Zwei im Reich. Seine Familie weiß nichts davon. Sie werden von einer Hungersnot geplagt und kommen zu Josef aber sie erkennen ihn nicht. Nach sehr berührenden Ereignissen gibt sich Josef unter Weinen, so laut das ganz Ägypten es hörte, zu erkennen: "»Kommt doch näher zu mir her!« Als sie näher herangetreten waren, sagte er: »Ich bin Josef, euer Bruder, den ihr nach Ägypten verkauft habt. Jetzt aber lasst es euch nicht mehr leid sein und grämt euch nicht, weil ihr mich hierher verkauft habt. Denn um Leben zu erhalten, hat mich Gott vor euch hergeschickt« [...] Josef küsste dann weinend alle seine Brüder." (Genesis Kapitel 39 bis 45, wunderbare und richtig "große Literatur")
Aus einer durch und durch furchtbaren Geschichte ist etwas Gutes herausgekommen. Die Situation wurde sozusagen "gewandelt".
"Gott schenkt uns Zukunft", auch wenn ich das gerade nicht sehen kann, dieser Gedanke tröstet mich.
Josef gibt sich seinen Brüdern zu erkennen, Francois-Pascal Gerard (bibelwissenschaft.de)

Kenne ich etwa diese Zukunft? Nein! Will ich sie kennen? Nein! Es genügt zu wissen, dass ich niemals alleine sein werde, denn Jesus wird immer bei mir sein. Er schenkt uns immer Zukunft.

"Das Leben geht weiter", sagt man bei uns, "muss weiter gehen." Und es stimmt. Aber nicht einfach so, irgendwie zäh geht es weiter. Jeder Mensch hat einen bestimmten Platz im Leben, an dem er gebraucht wird, einen Platz, der nur für ihn da ist.
Der Selige Kardinal Newman schreibt: "Ich bin berufen, etwas zu tun oder zu sein, wofür kein anderer berufen ist. Ich habe einen Platz in Gottes Erde, den kein anderer hat. Ob ich reich bin oder arm, verachtet oder geehrt bei den Menschen, Gott kennt mich und ruft mich bei meinem Namen."

Und das gilt wirklich für jeden Menschen. Das Traurigste, was einem Menschen passieren kann, ist, dass er das nicht mehr sieht. Wenn ein Mensch beginnt zu denken, dass er keine Aufgabe im Leben hat, dass er ersetzbar ist, dass die eigenen Gedanken, Taten, Wünsche, Träume, Gefühle, Erlebnisse nichts zählen. Niemals dürfen wir das glauben. Beginnen wir doch einfach heute das Richtige zu tun. 
Auch wenn wir erst in der letzten Stunde im Weinberg zu arbeiten beginnen, wird unser Lohn groß sein (siehe das Gleichnis der Arbeiter im Weinberg, Matthäus 20).

Ein jüdischer Gelehrter wurde einmal gefragt: Was muss ich tun, um gerettet zu werden.
Er antwortete :"Bekehre dich einen Tag vor deinem Tod". "Was, nur einen Tag vor meinem Tod?!", rief der Fragende erstaunt aus. "Ja, nur einen Tag vor deinem Tod, wenn du weißt, welcher Tag das sein wird".
Ich soll mich also gerade heute bekehren; und morgen wieder.

So geht es wohl am Lebensweg auf und ab, und doch denke ich mir, dass die Richtung das Entscheidende ist. Das man sich nach Gott ausstreckt. Das man in schweren Zeiten, besonders wenn man das Gefühl hat, seinen Glauben zu verlieren, bittet: "Jesus, nimm mich an der Hand und führe du mich."
Und hoffentlich können wir dann alle einmal auf unser Leben zurückblicken und sagen: Es ist gut Herr, dein Wille geschehe.

Als Mose Gottes Herrlichkeit sehen durfte, wurde er von Gott in eine Felsspalte gestellt. Gott sagte zu Mose: "Wenn ich meine Hand zurückziehe, wirst du mich von hinten sehen. Aber mein Angesicht kann niemand schauen." (Exodus 33 18-23). Dass, so sagten schon die frühen Kirchenväter, bedeutet: Wir können Gottes Spur in unserem Leben erst im Rückblick erkennen.
Er ist bei uns und er schenkt uns Zukunft, noch weit weit über den Tod hinaus.
><>
PA Ruben (aus: Gemeinsamer Pfarrbrief Herbst 2013)

Donnerstag, 22. August 2013

Gott glaubt an uns-Ehe

Ganz cool hatten wir also unsere Hochzeit vorbereitet. Nun standen wir vor dem Traualtar. Mein Bruder Simon hielt die Messe und mein Vater Andeas, er ist Diakon, traute uns.
Ich war an der Reihe:
"Daniela, vor Gottes Angesicht nehme ich dich an als meine Frau. Ich verspreche dir die Treue, in guten und bösen Tagen, in Gesundheit und Krankheit, bis der Tod uns scheidet. Ich will dich lieben, achten und ehren alle Tage meines Lebens...".
Ich hatte den Trauungsspruch schon einige Male gelesen. In diesem Moment stockte mir aber plötzlich die Stimme und ich konnte fast nicht mehr reden, so innerlich bewegt war ich. Was ich vorher schon über die Sakramente gelernt hatte, spürte ich nun an meinem eigenen Körper: Was ich jetzt sage, das verändert die Wirklichkeit. Von diesem Moment an ist sie meine Frau. Was ich jetzt verspreche, dass gilt für immer und ist nicht mehr auflösbar. Das jetzt bestimmt mein weiteres Leben.
Und durch unsere Beziehung soll Jesus selber gegenwärtig werden. Dadurch, dass wir uns lieben und verzeihen, dass wir gemeinsam durch das Leben gehen in guten und in schlechten Tagen, getragen vom gemeinsamen Glauben, dadurch soll Jesus sichtbar werden in der Welt.
Daniela und Ruben Weyringer bei ihrer Hochzeit am 12.1.2013
Dass ist schon eine große Verantwortung, die Gott uns gibt. Er traut uns Menschen wirklich viel zu. Man könnte sagen "Gott glaubt an uns" - sonst wäre die Ehe ja fast nicht lebbar.
Viele Menschen meinen aber leider, dass es genau so ist. Die Ehe - ein nicht lebbarer Traum.
Ich war also noch ganz erfüllt von der Hochzeitsfreude und kam wieder in unsere Pfarren. Da hörte ich auch schon bald: "Heiraten, was soll denn das bringen? Man sieht ja, dass sich die, die kirchlich heiraten  genau so scheiden lassen wie die anderen, wo bitte soll da ein Segen Gottes sein?" Macht man es sich so nicht zu leicht? Neben den Menschen, die aus voller Überzeugung ihre Ehe vor Gott schließen wollen gibt es auch noch andere Paare, die unbedingt kirchlich bzw. in der Kirche heiraten wollen. Das Fest ist in der Kirche einfach viel schöner, das kann kein Standesamt bieten. Es ist auch noch in den Köpfen, dass man nur richtig geheiratet hat, wenn man in der Kirche heiratet. Und der Segen Gottes kann ja auch nicht schaden.

Denkt man so, dann täuscht man sich gewaltig. Der Segen Gottes ist gerade nicht ein Zauberspruch, der einfach so wirkt. GOTT streckt uns seine Hand zu, damit wir sie nehmen, aber dazu müssen auch wir unsere Hand IHM entgegen strecken. Wie sollte jemals das Heilige Sakrament der Ehe einen Schutz bieten für eine Beziehung, wenn vielleicht die beiden Eheleute gar nicht an die Ehe glauben, an ihre Einzigkeit und ihre Unauflöslichkeit? Wie soll das Sakrament helfen im  Alltag (der schöne Hochzeitstag ist schon lange vorbei), wenn die Partner gar nicht ernsthaft versuchen nach dem Evangelium, den Worten Jesu zu leben?
Vielleicht glauben sie nicht einmal an Gott. Wie soll dann sein Segen in diese Beziehung hineinkommen? Der Segen Gottes ist nicht etwas, was man auch so dazu noch nehmen kann, weil's ja nicht schadet. Nein! "Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben mit ganzem Herzen, mit ganzer Seele und mit ganzer Kraft." (Dtn 6,5) Ohne Gott ist alles einfach nur ein großes Nichts, Sinnlosigkeit, Vakuum.
Wenn ich aber an die Gegenwart Gottes in den Sakramenten glaube, dann bin ich überzeugt davon, dass der Segen Gottes spürbar werden wird. Er lässt uns nicht alleine, egal wie tief unten wir sind, egal wie kalt und hart die Beziehung geworden ist. Er wird uns dabei helfen, über unser Ego zu springen, den Anderen anzunehmen, die Wahrheit auszusprechen und die Wahrheit über uns selber ertragen zu können. So ist es mit allen Sakramenten: Wenn ich an sie glaube, dann werde ich mein Leben auch danach ausrichten und Gottes Nähe wird spürbar werden. Wird das Leben, wird die Ehe, dadurch zu einem "Kindergeburtstag"? Sicher nicht, aber Gott wird helfen. Er wird uns die Kraft und die Freude geben, die wir zum Leben brauchen.
PA Ruben
(Aus Gemeinsamer Pfarrbrief Krimml, Wald, Neukirchen 1/2013)