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Samstag, 6. Oktober 2018

Maria Gruber - Das Interview

Maria Gruber, (89 Jahre alt, Magister der Theologie und seit Jahrzehnten Mitarbeitern in der Pfarre im Interview mit Annemarie Kerrer.
Neukirchen)

Maria: Geboren wurde ich am 10.4.1929 in Sankt Johann im Pongau als lediges Kind. Darum bin ich bei meiner Stiefgroßmama sehr bescheiden aufgewachsen. Sie war ein sehr lieber Mensch, zum Beispiel hat sie mir in der 1. Klasse Volksschule um 9 Uhr ein kleines Glasflascherl mit Tee gebracht, damit es mir gut geht.

Annemarie: Wie bist du eigentlich von St. Johann nach Neukirchen gekommen?

Maria: Als ich jung war, war unser späterer Pfarrer von Neukirchen, Josef Hauthaler, in St. Johann Kooperator. Ich war zwischen meinem 17ten und 23sten Lebensjahr Kindergartenhelferin in St. Johann, habe auch die Jungschar und Kath. Jugend geleitet und dadurch Pfarrer Hauthaler natürlich gut gekannt. Als er dann im Pinzgau Pfarrer wurde, hat er mich als Kindergartenpädagogin nach Neukirchen geholt.

Mittwoch, 21. Februar 2018

Pfarrer Christian Walch im Interview

Unser Neuer Pfarrer Mag. Christian Walch im Interview mit Annemarie Kerrer, die
Pfarrgemeinderatsobfrau von Neukirchen .


1. Lieber Herr Pfarrer: Ich hoffe, du bist bei uns im Pinzgau schon etwas „angekommen“! Wie geht es dir dabei?

Ich freue mich, dass ich die drei Pfarren, Krimml, Wald und Neukirchen gemeinsam mit Pastoralassistent Ruben Weyringer leiten darf und habe mich auch schon ganz gut eingelebt. Natürlich brauche ich noch Zeit, um mich bei den vielen neuen Aufgaben einzuarbeiten. Ich bitte daher um etwas Geduld.

2. Gibt es Erfahrungen aus den anderen Pfarren in denen du schon gearbeitet hast, die du bei uns umsetzen möchtest?


Freitag, 31. März 2017

Pfarrprovisor Albrecht Tagger im Interview

Pfarrprovisor Albrecht Tagger lic. theol.
Seit Anfang März ist Albrecht Tagger in unseren Pfarren als Pfarrprovisor tätig. Er bleibt zwar nur Pfarrprovisor Albrecht Tagger im Interview mit Pastoralassistenten Ruben Weyringer.
für einige Monate bei uns, doch werden dies sicherlich gute, intensive Monate voller interessanter Begegnungen und Gespräche. Albrecht findet einen schnellen Weg zu den Herzen der Menschen, dass haben wir in den letzten Wochen schon erfahren. Lernen wir ihn und seinen Werdegang besser kennen.

Lieber Albrecht, nun bist du schon einige Wochen bei uns. Aber wo kommst du eigentlich her?

Ich komme aus der Diözese Innsbruck, meine Heimatpfarre ist Leisach in Osttirol. Nach der Volksschule haben mich die Wege ein Jahr zu den Salesianern nach Unterwaltersdorf geführt. Von dort bin ich dann über St. Gabriel in das Missionsgymnasium St. Rupert nach Bischofshofen gekommen weil ich immer schon Missionar werden wollte.
Nach der Matura führten mich die Wege nach Salzburg zum Bundesheer in die Rainerkasene. Dort begann ich dann als Laientheologe schon das Studium für Hebräisch. In der Folge war ich Mesner in einer Stadtpfarre, studierte Philosophie und Theologie und war abends im Landestheater als Platzanweiser tätig um mir mein Studentengeld zu verdienen.

Donnerstag, 15. Dezember 2016

Generation What? Generation Gott! Jugendinterview 1

In einem Bericht des ORF über die große Jugendstudie "Generation What?" (die in Österreich vom ORF selbst durchgeführt wurde) steht der Satz: "Nicht benötigt für das eigene Glück werden Drogen, Junkfood und religiöser Glaube". Wirklich? Abgesehen von der fragwürdigen Gesellschaft, in der der Glaube hier gestellt wird, wissen wir: Die Realität schaut anders aus. Daher haben wir drei Jugendlichen einige Fragen über ihren Glauben gestellt.


Corina, Wald

1. Was bedeutet Kirche für dich?

Kirche bedeutet für mich, in einer großen Gemeinschaft, an den einen großen und wunderbaren Gott zu glauben. Durch das Sakrament der Eucharistie kann ich vom Alltag abschalten.

2. Hast du Vorbilder im Glauben?

Johannes Paul II, Pfarrer Helmut

Montag, 19. September 2016

Gott enttäuscht uns nicht: Kooperator Ferdinand Schnaiter - Das Interview

In Zukunft wird uns Kooperator Ferdinand Schnaiter in Krimml als Priester unterstützen. Doch wie kam er eigentlich vom Schwarzwald in die Gerlos? Und wie fand er zum Priestertum? Die Antworten auf diese und andere Fragen bekommen wir von Kooperator Ferdinand Schnaiter im Interview mit Pastoralassistent Ruben Weyringer.

Lieber Ferdinand, wo kommst du eigentlich her?

Ich komme aus dem Schwarzwald. Geboren wurde ich in Oberhammersbach am 5.6.1966 auf dem elterlichen Hof als Hausgeburt an einem Dreifaltigkeitssonntag.

Hast du Geschwister?

Ja, ich habe 6 Geschwister.

Und wie viele davon sind Priester?

(lacht) Priester keine. Aber ich habe noch 2 leibliche Schwestern
 im Loretokloster in Salzburg, die also auch im geistlichen Stand sind.

Wie war dein Lebensweg bis nach Gerlos und nun sogar bis nach Krimml?

Samstag, 19. März 2016

Stefan Unterwurzacher im Gespräch

Laut Papst Franziskus sind alte Menschen ein Reichtum. Sie haben im Laufe der Jahre einen reichen Schatz an Weisheit angesammelt, wie in einem Lagerhaus. Ein solches Lagerhaus öffnet sich für uns heute einen Spalt weit.
Stefan Unterwurzacher im Gespräch mit Ruben Weyringer.

Du bist Jahrgang 1919, wie war deine Kindheit?




Ich bin ein waschechter Neukirchner, geboren in Neukirchen in Rosental. Mein Vater war ein Schustermeister, ein fleißiger Arbeiter. Ich bin hier in die Volksschule gegangen, und ich werde ein bisschen gescheiter gewesen sein als die anderen. Der Lehrer Zobel hat zu meinem Vater gesagt: "Du, nach der Volksschule musst du den Buben auf die Bürgerschule schicken". So hieß die Hauptschule damals. "Mein Gott" hat mein Vater gesagt, "das kostet einen Haufen Geld und wohin soll er denn gehen?". Aber er hat sich überzeugen lassen, und so haben wir in Zell am See und in Lend angefragt, die haben aber niemanden mehr genommen. So bin ich nach Salzburg gekommen in die Edmundsburg, eine Knabenerziehungsanstalt am Mönchsberg, die zu St. Peter gehörte. Wie die Leute Knabenerziehungsanstalt gehört haben, da haben sie gesagt: "Oh, der Bub ist in einer Erziehungsanstalt", das hat einen schlimmen Klang gehabt. Dabei war es ein gutes Institut.

Donnerstag, 26. November 2015

Mesnerin Wimer Lisi im Interview

Die langjährige Mesnerin von Wald (Wimmer) Lisi im Interview mit Margit Hollaus.

Wie hat`s mit dem Mesnern angefangen?

Da Gust, mein Mann hat schon in der Mesnerzeit von Wawi immer gerne mitgeholfen.
1972 war unsere Hochzeit und 1973 übernahmen Gust und ich gemeinsam das Messneramt, denn mein Mann war ja bei den Bergbahnen beschäftigt und nicht immer zu Hause. Schön langsam wächst man in so eine Aufgabe hinein. Es brauchte seine Zeit, um alle Abläufe während eines Kirchenjahres zu kennen.
Der Hauptalter der Walder Pfarrkirche zu Weihnachten: Von Lisi liebevoll geschmückt

Donnerstag, 1. Oktober 2015

Mesnerin Annemarie Hochwimmer im Interview

Mesnerin Annemarie Hochwimmer im Interview mit Pastoralassistent Ruben Weyringer.

Ruben: Liebe Annemarie, du bist nun seit über 30 Jahren Mesnerin in Neukirchen. Wie bist du eigentlich dazu gekommen?

Das ist witzig zu gegangen. Die Pfarre hat einen Ausflug zu den Passionsspielen nach Erl gemacht und da waren noch Plätze frei, und da bin ich mitgefahren. Beim Busfahren wird immer viel geredet und da hat der Herr Pfarrer Zauner gesagt, dass sie eine Mesnerin suchen. Durch meinen Übermut habe ich gesagt: das mache ich ja locker. So ist das eigentlich entstanden. Ich habe ja nicht im ernst daran geglaubt, dass er wirklich zu mir kommt.
Aber er ist nach zwei Tagen gekommen.Da ist es ernst geworden. Da habe ich schon ziemlich Herzklopfen bekommen denn ich habe ja null Ahnung von dem ganzen gehabt. Ich bin zwar am Samstag in die Messe gegangen, aber auch noch nicht so lange.

Und dann hat er gesagt: „Naja wenigstens in der Woche einmal, die Kirche ein wenig saugen“. Da hab ich gesagt, dass tu ich euch wohl, da helfe ich euch schon. Und dann ist es los gegangen mit dem ersten Kirchenputz zu Erntedank. Da habe ich den ersten Einblick bekommen und hab mir gedacht: Ojemine; viel! Aber ich hatte schon ja gesagt. Dann ist es zu den Messen gekommen. Die Martina hat mir alles gezeigt, und so ist es weitergegangen. Und ich war noch gar nicht so lang dabei da hat er mich auf Seminare nach St. Virgil geschickt. Da hat mir das alles so richtig Spass machen angefangen. Und so ist das ganze entstanden.
Und ich habe das alles nie bereut.

Dienstag, 21. April 2015

Adelheid Kaiser, Jahrgang 1919, im Interview

Eine der beiden ältesten Krimmlerinnen, Adelheid Kaiser (Jahrgang 1919) im Interview mit
Krimml vom Heimkehrerkreuz aus
Pastoralassistent Ruben.

Ruben: Liebe Adelheid, gibt es Ereignisse in der Kirche, an die du dich aus deiner Kindheit besonders erinnerst?

Adelheid :An die Erstkommunion kann ich mich gar nicht mehr so genau erinnern, aber an die Firmung kann ich mich gut erinnern, da war ich doch schon im 12ten Jahr. Ich wurde im Dom zu Salzburg gefirmt, nicht in Krimml. Meine Godn war vom Lehrer Zobel die Frau, und da haben uns die Waltl damals nach Salzburg mitgenommen. Die haben ein Auto gehabt, dass war mit dem vom Hofer das einzige in Krimml.
In Salzburg bin ich im Dom vom Bischof Rieder gefirmt worden.

Montag, 12. Januar 2015

Archivar und Malermeister Franz Brunner im Interview

Brunner Franz
Ich treffe Malermeister Brunner Franz im Schloss hoch über Neukir­chen. Seit zehn Jahren verbringt er viel Zeit im Neukirchner Archiv, seit 2010 leitet er es.
Kaum angekommen werde ich hineingezogen in eine Welt, die vergan­gen scheint, aber unsere Gegenwart prägt. Namen, Geschichten, Aben­teuer, Dramen, lustiges und erschütterndes werden in den Erzählungen von Franz lebendig. 


Schon seine eigene Geburt war sehr spannend:
F(ranz): Geboren wurde ich am 31. Dezember 1941 im Haus Sulzau Nr. 34 als sechstes Kind von Alois und Fanny Brunner, und getauft wurde ich in der Küche des Pfarrhofes am 02. Jänner 1942 vom späteren Domdechant Monsignore Ferdinand Grell. Die Kirche war es zu kalt das Taufwasser gefroren, es hatte immerhin 30 Grad minus.

Das einschneidenste und schönste Fest, das ich je in meinem Leben erlebt habe, und ich werde auch kein schöneres Erleben das war die Glockenweihe. Wenn ich heute zurückdenke, wie die Leute darauf gewartet haben, dass wieder eine Glocke läutet...

Dienstag, 21. Oktober 2014

Pastoralassistent Ruben Weyringer im Interview


DAS INTERVIEW
Diesmal steht unser Pastoralassistent Ruben Weyringer Rede und Antwort. Befragt wurde er von Margit Hollaus.

Du bist jetzt schon seit 3 Jahren bei uns als Pastoralassistent. Hättest du dir dein Leben als Jugendlicher schon so vorgestellt?

Ich wollte eigentlich Ornithologe (Vogelkundler) werden. Ich habe ein Bakkalaureat in Biologie gemacht und bei Biologie Projekten mitgearbeitet. Aber ich wollte auch schon mit 12 Jahren unbedingt Ministrant werden, und habe dann in der Pfarre immer aktiv mitgewirkt. Diese beiden Dinge waren mir in meinem Leben schon als junger Mensch sehr wichtig .

Ruben bei einem Bergwortgottesdienst am Gernkogel
Wann hast du deine Berufung entdeckt, dein Leben Gott und den Menschen zu widmen?

Während meines Biologiestudiums habe ich gemerkt, dass das nicht der Platz ist, an dem ich gehöre. Ich habe gemerkt, dass ich mit Menschen arbeiten will und das mir der Glaube und die Kirche immer wichtiger werden.
Der erste Gedanke, dass ich Pastoralassistentent werden könnte kam mir, als ich 2006 mit meinem Vater auf dem Jakobsweg in Spanien un­terwegs war. Meine Eltern und mein Bruder waren immer meine engsten Vertrauten und Berater in entscheidenden Lebensfragen.

Dienstag, 29. April 2014

Pfarrer Gottschalk Lutz im Interview

Unser Pensionist Pfarrer Lutz Gottschalk im Interview mit Resi Lach­mayer

Du lebst nun schon acht Jahre bei uns im Mesnerhaus. Wie kamst du
Pfarrer Lutz Gottschalk
auf die gute Idee, deinen Ruhestand in Krimml zu verbringen?
War eigentlich eine Schnapsidee (lacht), ich habe immer so rum erzählt, wenn ich einmal in Pension gehe, will ich nach Krimml – ja und auf ein­ mal war es soweit!

Wie groß war die Umstellung für dich von der Großstadt Berlin in unserer kleine Landgemeinde zu leben?
Überhaupt keine. Ich bin in einem Dorf groß geworden, das noch kleiner war als Krimml, da gab es in meinen ersten Le­ bensjahren nicht einmal Strom.

Hast du manchmal Heimweh?
Nach Berlin sicher nie – zwar haben damals viele zu mir gesagt, nach einem halben Jahr bist du wieder hier – die war­ ten immer noch.

Was gefällt dir am Leben in Krimml und was sind für dich die Nachteile?
Nachteile gab es bis jetzt keine. Das Leben im Dorf gefällt mir ausge­ zeichnet, weil die Menschen, soweit ich sie erleben kann, alle hilfreich und liebenswürdig sind. Natürlich bin ich nicht so
blauäugig, dass ich nicht auch glaube, dass es bisweilen dort und da unter einem Dach Streit und Futterneid gibt, aber ich erlebe ja davon nichts.


Hast du eine besondere Berufungsgeschichte, oder was hat dich dazu bewogen, Priester zu werden?
Mich hat mein erster Pfarrer im Erzgebirge sehr beeindruckt. Obwohl ich damals die Bücher noch nicht kannte, erkannte ich doch später Don Camillo in ihm. Wenn wir z. B. in der Schule (der Schulleiter natürlich so rot wie es nicht zu übertreffen geht) Probleme bekamen, weil wir an ka­ tholischen Feiertagen (zwei Katholiken in der Klasse) nicht in die Schule gingen, (in der Kirche waren wir auch nicht) da sind wir nach dem Schulunterricht sofort per Bus oder Fahrrad ( je nach Jahreszeit) zum Pfarrer in die Kreisstadt gefahren und haben ihm von der Klage des Schulleiters berichtet. Seine Antwort war: „Sagt eurem Schulleiter „Süß, Sauer oder Bitter“ (Bitter hieß der Pfarrer), er kann sich`s aussuchen.“

Hast du ein Vorbild oder einen besonderen Heiligen?
Don Bosco – Sein Werk hat mich sehr beeindruckt, weil ich mit 13 Jah­ ren nach Berlin ins nagelneue Don Bosco Heim kam.

Du hast dich als Seelsorger viel um die Jugend gekümmert. Was war das Schöne daran?
Als Kaplan war meine Aufgabe hauptsächlich die Jugendarbeit. Ich hatte viel Glück, damals existierten schon gute Jugendgruppen, es waren die ersten die mit mir nach Krimml kamen zum Schifahren.
Dackel Niki

Du warst immer ein begeisteter Schifahrer. Wo hast du das Schifahren gelernt?
Im Erzgebirge, mit Schiern die ein Tischler gemacht hat, angebunden an hohen Schu­ hen mit Lederbinden oder Schuhriemen, ohne Lift und ohne Piste. Das haben wir alles selber gemacht. Schier brauchten wir unbedingt für den Schulweg und zum Ein­ kaufen. Das Erzgebirge ist sehr schnee­ reich, die alten Häuser hatten im ersten Stock auch eine Haustüre, so hoch war oft der Schnee.

Gibt es eine Bibelstelle die du besonders
gerne magst?
„Ich gehe heim zu meinem Vater und zu eurem Vater, zu meinem Gott und zu eurem Gott“ (vgl. Joh. 20,17)

Was fällt dir spontan zu Papst Franziskus ein?
Wie er nach seiner Wahl auf den Balkon tritt – dann Stille ­ und wie er dann sagt „Guten Abend“

Wie gefällt dir unser neuer Erzbischof Dr. Franz Lackner?
Er macht einen sehr ansprechenden Eindruck auf mich, wobei mich auch sein Vorgänger sehr beeindruckt hat. Auffällig ist, dass beide Or­ densmänner sind, wie auch der Papst.

Dürfen wir im nächsten Pfarrbrief wieder mit den heitern Geschichten vom Balkon des Mesnerhauses rechnen?
Mein Dackel Nicki platzt schon vor lauter Mitteilungsbedürfnis.

Danke lieber Pfarrer Gottschalk für das Interview und wir freuen uns schon auf die nächsten Geschichten von dir und deinem Dackel Niki.
(Aus Gemeinsamer Pfarrbrief Krimml, Wald, Neukirchen 1/2014)

Samstag, 8. Februar 2014

Herbert Voithofer "Fips" im Interview


Pfarrhelfer Herbert "Fips" Voithofer-Knapp im Interview mit Pastoralassistent Ruben

Man kennt dich ja allgemein unter dem Namen "Fips". Wie kamst du zu diesem Spitznamen?

Das ist durch meine Oma entstanden. Als ich im Kinderwagen gelegen bin, hat sie zu meinem großen Bruder Hans gesagt: "Da musst du ganz vorsichtig sein, da liegt ein ganz ein kleines Pipi drinnen", und von Pipi hat sich das weiterentwickelt zu Fips.

Pipi wie Pipihendl?

Ja wahrscheinlich, wir haben nämlich Hendl daheim gehabt, und durch das ist das wahrscheinlich entstanden.

Was ist deine erste Erinnerung an die Kirche?
Das Christbaum holen im Wald. Wir haben sie noch selber schlagen dürfen, wir sind durch den Tiefschnee gestapft bis zum Bauch. Und dann das Weihnachtsfest, wie wir Rosenkranz gebetet haben vor der Bescherung.

Ein Vorbild aus deiner Jugend?
Ich war ja ein wenig sportbesessen, das war sicher im Autorennenfahren der Jochen Rindt und dann der Lauda. Aber auch im Schifahren Klammer und Co, das waren meine Vorbilder. Glaubensvorbilder habe ich da eigentlich noch keine gehabt.

Wie war damals deine Verbindung zur Kirche?
Die Verbindung ist fast nur über meine Mutter gewesen. Sie hat mich sehr geprägt. In der Pubertät hat die Kirche nicht mehr viel zu sagen gehabt. Aber ich war Gott sei dank durch den Kirchenchor gebunden, und ich habe meine täglichen Gebete in Sparform ausgeübt. Aber das war es eigentlich. Erst so mit 20, 22 sogar etwas später, hat das wiederso richtig begonnen durch den Diakon Thalmeiner. Diakon Thalmeiner hat mich zum Pfarrhelfer gebracht. Und so hat es sich in weiterer Folge ergeben, dass ich dann die Resi in Krimml animiert habe, und wir den Pfarrhelfer Kurs gemacht haben.

Und durch dieses Engagement ist dein Glaube wieder vertieft worden?
Auf jeden Fall. Aber richtig intensiv ist der Glaube erst geworden wie ich, vor 4 oder 5 Jahren beim Pfingstfestival in Salzburg war.

War der Glaube, mit Auf und Abs, eine Konstante in deinem Leben?
Auf jeden Fall. Da hat mich auch ein Religionslehrer sehr geprägt, der Herr Schuhmann. Der hat mir auch einen Floh ins Ohr gesetzt, den habe ich weiter getragen, auch in schwierigen Zeiten.

Was fällt dir ein zum Wort Pfarre?
Gemeinschaft

Ein Vorbild, da wo du jetzt in deinem Leben stehst?
Natürlich die Heiligen. Pater Pio ist mir z.B. sofort ein Begriff, aber auch alle anderen, wenn ich das nachlese... irre, irre.

Was könnte dein Lebensmotto sein?
(überlegt) Nicht alles tierisch ernst nehmen.

Ein Wunsch für die Zukunft?
Ich wünsche mir, dass ich im Glauben bleibe, und dass die Zeit friedlich bleibt und es nicht wieder einen Finanzcrash gibt.

Und was wünscht du dir für die Kirche?
Dass die Jugend das ganze in die Hand nimmt. Die Jugend soll vormarschieren, soll fröhlich vormarschieren. Man sieht das bei den Jugendfestivals. Aber dass der Glaube dann durch das Leben und durch den Alltag durchträgt, das wünsche ich mir für die Jugend. Dass sie einen tiefen und treuen Glauben bekommen, der ein echtes Fundament fürs Leben ist.

Was macht dir am meisten Spaß?
Am meisten Spaß macht mir mit der Familie irgendwo hinzufahren, den Tag zu verbringen, das macht mich glücklich.


   Ein/e/n...
...Farbe: Orange
...Speise: Tafelspitz
...Tanz: Foxtrott
...Buch: Die Bibel
...Lied: Virgen morenita
...Berg: Großvenediger
...Verkleidung: Hexe
...Sport: Tennis und Schifahren
...Monat: Mai
...Fest im Jahr: Weihnachten
...Reiseziel: Süden


Danke lieber Fips für das Interview und die starken Worte!
(aus Gemeinsamer Pfarrbrief 3/2013)

Montag, 18. November 2013

P. Simon Weyringer im Interview


Unser ehemaliger Kooperator Simon Weyringer im Interview mit
Annemarie Kerrer, PGR Obfrau von Neukirchen.

Was gibt es Neues von deinem Studium in Rom?
Das Studium taugt mir, ich habe Zeit für die Vertiefung in die Heilige Schrift, ich lerne gerne Sprachen, musste am Anfang Italienisch lernen, da die meisten Vorlesungen in dieser Sprache gehalten werden, außerdem lerne ich noch Hebräisch und Griechisch.
Ich habe noch 1 Jahr um die „Lizenz in der Heiligen Schrift“ zu erhalten, ist vergleichbar mit dem „Magister der Heiligen Schrift“, studiere dann eventuell noch 2 oder 3 Jahre um das Doktorat zu machen und will dann neben meinen priesterlichen Aufgaben auch Heilige Schrift unterrichten, wenn das vom Erzbischof gewünscht wird.

Hast du manchmal Heimweh?
Ich habe kein herkömmliches Heimweh, dass es mir also schlecht ginge, bin ja schon vor 10 Jahren ausgezogen, aber freue mich schon sehr, wenn ich wieder nach Hause komme. Ich habe sowieso sehr

viel Kontakt mit meiner gesamten Familie, wir telefonieren fast täglich.
Simon und seine kleine Nichte Miriam

Welche Hobbys hast du?
Ich betreibe gerne Sport, wo ich in Rom wohne gibt es einen Raum mit Fitnessgeräten, spiele Tischtennis und schwimme sehr gerne, besonders im Wallersee oder im Durlasbodenstausee.
Schaue mir gerne Filme vom japanischen Regisseur Akina Kurosawa an, z.B. meinen Lieblingsfilm „Rotbart“.
Meine Lieblingsbücher sind die Bibel und „Brüder Karamasov“.
Ich zeichne und male auch gerne, ich habe ja vor dem Theologiestudium die Kunstakademie besucht.

Das Schöne ist auch, dass mein Beruf bzw. meine Berufung gleichzeitig mein Hobby ist, da ich gerne Menschen treffe und mit ihnen rede.

Was gefällt dir am Pinzgau und wie war dein erster Eindruck?
Der erste Eindruck war, dass der Weg vom Flachgau in den Oberpinzgau sehr weit ist, in Zell am See habe ich mir schon gedacht, dass es nicht mehr weit sein kann und trotzdem ging es noch ein ganzes Stück weiter und in Mittersill dachte ich mir das Tal hört nie mehr auf. Die Landschaft finde ich sehr schön und an den Pinzgauern taugt mir, dass sie so ehrlich sind, es hat alles Hand und Fuß und es wird nicht drum herum geredet. Und das ihr euch freut wenn ich euch besuche. Ihr schimpft auch nicht über die Touristen wie viele Leute in den anderen Bundesländern. Ihr seid nicht so „schrille“ Menschen.
Ich bin auch froh, dass mein Bruder unter der Haube ist und dass ich so eine nette pinzgauer Schwägerin bekommen habe (Daniela ich hoffe, du rechnest mir das hoch an!) und freue mich auch sehr über meine kleine Nichte Miriam!

Welcher ist dein Lieblingsbibelvers?
„Wer sein Leben gewinnen will, wird es verlieren, wer es aber um meinetwillen hingibt, wird es gewinnen.“ Weil dieser Vers für meine Entscheidung, Priester zu werden, sehr wichtig war.

Montag, 26. August 2013

Mesnerin Marianne Bachmaier antwortet auf Fragen von Resi Lachmayer


Mesnerin Marianne Bachmaier antwortet auf Fragen von Resi  Lachmayer

Marianne Bachmaier und sechs weitere Frauen sind nun schon seit zwölf Jahren als ehrenamtliche Mesnerinnen in der Pfarre Krimml tätig.
Mit viel Gottvertrauen und ihrem Humor ist Marianne stets bemüht die Aufgaben einer Mesnerin, die im Laufe eines Kirchenjahres anfallen, zu bewältigen.
Ein herzliches Danke an unsere Marianne und dem gesamten Mesnerteam für ihren unermüdlichen Einsatz.

Was ist für dich wichtig im Leben?
Gottvertrauen, Gesundheit, eine intakte Familie, gutes Zusammenleben.

Was sind für dich die schönsten Aufgaben als Mesnerin?
Der Dienst in der Kirche, für die Priester und die ganze Pfarrgemeinde da zu sein.

Ehrungen für unsere Krimmler Messner - rechts vorne: Marianne Bachmaier
Was sind deine Lieblingssendungen im Fernsehen?
Ich schaue am liebsten Informationssendungen, wie Nachrichten, Kreuz und quer, Report und auch die Millionenshow.

Was isst du am liebsten, was ist dein Lieblingsgericht?
Ich esse alles gerne, am liebsten mag ich Reisauflauf, Schnitzel und Hendl.


Was sind deine Hobbys?
Spazierengehen, Rätsel auflösen, Lesen, Tanzen und Eisstockschießen.

Über was kannst du lachen und was ärgert dich?
Ich kann über vieles lachen. Ärgern tut mich, wenn die Leute über alles jammern, es geht uns ja eh so gut. Es ärgert mich auch wenn junge Menschen so pessimistisch sind und keine Lebensfreude haben.

Kannst du eine lustige Begebenheit aus deiner Mesnerarbeit erzählen?
Mein Mann Jogg und ich haben in der Sakristei gearbeitet. Auf einmal fiel die Tür zu, der Schlüssel steckte draußen und wir waren eingesperrt. Wir mussten so lange warten bis wir sahen, dass jemand aus dem Gemeindehaus kommt. Wir öffneten das Fenster und riefen um Hilfe. Es war Petra, die Frau unseres Bürgermeisters, die uns aus unserer Gefangenschaft befreite.

In ein paar Wochen feierst du deinen 70. Geburtstag. Was wünschst du dir?
Eine schöne Feier und geselliges Zusammensein. Ich wünsche mir dass ich lange gesund bleibe damit ich noch viele Jahre Mesnerin sein kann.
(aus: Gemeinsam Pfarrbrief Krimml, Wald, Neukrichen 1/2013)


Mittwoch, 12. Juni 2013

Unserem Pfarrer zum Geburtstag: Segen und Leben in Fülle

Zu seinem runden Geburtstag wollen wir heute besonders für unseren Pfarrer Helmut beten und für ihn danken:
Guter Schöpfer Gott, schenke unserem Pfarrer Helmut zu seinem Geburtstag Segen und Leben in Fülle!
Pfarrer Helmut schwingt das Weihrauchfass,
Füllfeder und Antiktusche

Danken wir Gott, dass er uns einen Priester und Seelsorger geschenkt hat, der genährt vom Gebet und seiner Liebe zur Anbetung und der Liturgie seit über 10 Jahren unermüdlich den menschgewordenen Gott in unseren Pfarren verkündet. Aber nicht nur das: von Gott berufen hat er die Aufgabe bekommen uns die Sakramente zu spenden. So spendet uns "Padre Elmu", wie ihn die Gläubigen  Boliviens nennen, Tag für Tag, Woche für Woche, Jahr für Jahr "von Christus eingesetzte sichtbare, heilige Zeichen seiner unsichtbaren Wirklichkeit, in denen Christen die heilende, verzeihende, nährende, stärkende und zur Liebe befähigende Gegenwart Gottes erfahren können, da in ihnen die Gnade Gottes wirkt" (Youcat S.105).

Besonders in der Jugend versteht es Pfarrer Helmut den Glauben neu einzupflanzen. Daher auch der bewegende und einfache Dank, den ein junger Mensch für ihn einmal im freien Gebet sprach: "Danke Gott, dass du uns einen Pfarrer gegeben hast, der ein so großes Herz für uns Jugendliche hat". Diesem Dank wollen wir uns noch einmal anschließen: Danke Gott, dass du uns einen Pfarrer gegeben hast, der ein so großes Herz hat für die "Freude und Hoffnung, Trauer und Ängste" der ihm anvertrauten Menschen.
PA Ruben

Anlässlich seines Zehnjahre Jubiläums als Pfarrer von Neukirchen, Wald und Krimml gab Pfarrer Helmut Friembichler ein kurzes Interview:
"Dieses Mal: Pfarrer Helmut Friembichler antwortet auf Fragen von PGR-Obfrau Margit Hollaus 


Unser Herr Pfarrer Friembichler leitet nun seit 10 Jahren unsere Pfarren Neukirchen, Krimml und Wald. Nur durch die gute Mithilfe von Anneliese Schernthaner (Pfarrsekretärin in Neukirchen), Herbert Voithofer-Knapp (Wald) und Resi Lachmayer (Krimml), ist die umfangreiche Arbeit eines Pfarrverbandes möglich. Für das leibliche Wohl im Pfarrhaus sorgt seither Rosi Rainer. Auf diesem Wege möchten wir uns ganz herzlich für die gute Zusammenarbeit in den Pfarren (wo seit diesem Jahr auch Bramberg dazuzählt) bedanken und bitten weiterhin um so viel Engagement!

Ein kleiner Einblick in die Gedanken unseres Pfarrers:

Was ist der Sinn des Lebens?
GOTT! 

Welchen Traum hast du, Herr Pfarrer?
Dass nicht alles REALITÄT ist! 

Über was kannst du herzlich lachen?
Über Flash-Mobs und verdutzte Gesichter! 

Du bist Vegetarier, kannst du uns kurz erklären, wie du zu dieser Ernährungsform gekommen bist?
Das ist eine überwiegend gesundheitliche Maßnahme!

Wen würdest du gerne persönlich kennenlernen?
Den Papst! 

Was wünscht du dir für deine Pfarren?
Weiterhin so viele eifrige Mitarbeiter!

Welches Buch liest du gerade?
„Die dunkle Nacht“, von Johann von Kreuz (ein Heiliger)

Wo trifft man dich in deiner Freizeit?
In Seekirchen (zu Hause) und bei Schönwetter am Wallersee

Vermisst du deinen Heimatort?
Nicht recht oft.

Am meisten ärgert mich:
Die innerkirchliche Antikirchlichkeit!! (gebe dazu gerne eine Erklärung ab, wenn erwünscht).

Ich würde gerne einmal….
wieder nach Israel pilgern!

Könntest du dich selbst mit wenigen Wörtern beschreiben?
Pünktlich anwesend und bei Zeiten wieder abwesend ……
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