Montag, 18. Februar 2013

40 Gedanken durch die Fastenzeit - 18.02.2013 - "Unser tägliches Brot gib uns heute...."

"Der Mensch soll seinem Leib immer die nötige Nahrung vergönnen." 
Das sagte schon Hildegard von Bingen. 
Doch was ist die "nötige Nahrung"?
Das Angebot an Nahrungsmitteln ist heute sehr groß. Man kann Gemüse, Früchte, Zutaten aus der ganzen Welt in jedem Supermarkt einkaufen. Dabei werden Maß und Ziel schon mal vergessen.
Zusatzstoffe und Ergänzungsmittel sollen die Nahrungsmittel noch schmackhafter machen.
Unser Gaumen ist schon sehr darauf ausgelegt, das chemische als "normal" zu empfinden.
Doch was davon sind noch richtige LEBENSmittel?
"Plastiktüten" mit Fertiggerichten, aufzuwärmen in der Mikrowelle?
Immer weniger wird heute frisch gekocht. Und mit frisch kochen meine ich nicht, Tütensuppen aufzuwärmen, sondern mir richtigen Zutaten, ohne Chemie zu kochen und damit dem eigenen Körper, der Seele, richtige LEBENSmittel zuzuführen.
Und wer gerne kocht, der genießt es, das Essen vorzubereiten, den Geruch der aus den Kochtöpfen kommt.
Ein frisch gebackenes Brot (ich meine nicht die fertige Backmischung in einen Brotbackautomaten zu füllen ;-) duftet durch das ganze Haus. Und es gibt wohl nichts Besseres als ein noch warmes Brot mit Butter und etwas Schnittlauch zu genießen.
Dabei ist es ganz einfach.

Wie wärs, 
................ wenn du dir heute mal die Zeit schenkst und ein Brot, ganz nach einem Rezept der Hl. Hildegard zubereitest? 
Du hast kein Rezept?
Daran soll es nicht scheitern ;-) ........ bitteschön:

500 g Dinkel(vollkorn)mehl mit 50 g Sonnenblumenkernen (oder Kürbiskernen oder Walnusskernen, ganz nach Geschmack) und 100 g geriebenen Karotten (oder geriebenen Äpfeln) verrühren,
1 frischen Germ in Wasser und 2 Esslöffel Essig auflösen (oder stattdessen einfach nur 2 Packungen Trockengerm über die Mehlmischung streuen) und zur Mehlmischung geben.
1 EL gemahlenes Brotgewürz dazugeben (bevorzugt mit Fenchel, Kümmel, Koriander und Anis), sowie 2 Teelöffel (Kräuter)-Salz.
Das Ganze mit 1/2 Liter lauwarmen Wasser durchkneten.
Es entsteht ein relativ "weicher Teig", der nicht "gehen muss", sondern man kann ihn sofort in eine mit Öl befettete Kastenform geben.
Anschließend gleich ins kalte Rohr stellen und bei 190 Grad ca. 55 Minuten lang backen.
(übrigens, mit diesem Rezept ist so gut wie jede Variation mit sämtlichen Körnern und Gemüsen möglich, so schmeckt das Brot jedes Mal anders, man muss sich nur an die Mengenangaben halten) 

Viel Spaß beim Backen 
.................und vielleicht versuchst du einmal "mit offenen Augen einkaufen zu gehen", dann wird dir auffallen, wie viel an chemischen Nahrungsmitteln wir inzwischen schon "wie ganz selbstverständlich" zu uns nehmen.

"Unser tägliches Brot gib´ uns heute,....." gewinnt dann eine ganz andere Bedeutung :-)

Gott, du unser Vater, höre unser Gebet: 
Tag für Tag setzen wir uns an den gedeckten Tisch. 
Wir haben zu essen und brauchen nicht zu hungern. 
Lass uns nie so satt werden, dass wir die Not anderer übersehen.
Gib uns die soziale Gesinnung, mit denen zu teilen, 
die nicht das nötige Brot haben.
Dadurch bitten wir durch Christus unseren Herrn, AMEN. 

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