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Dienstag, 9. Dezember 2014

Zum Schneeschaun in die Krimml - was sagt dazu die Heilige Barbara?

Erster Winter-Schnee in Wald 2014
Nach der Bauernregel "Geht Barbara im Klee, / kommt´s Christkind im Schnee" schaut es für die heurigen Weihnachten gut aus für uns! Und ja, fünf Tag nach dem Barbaratag  ist es auch schon ein wenig weiß im Oberpinzgau. Heut früh sind wir zwar noch zur Rorate und zum "Schneeschaun" in die Krimml gefahren (Krimml liegt auf ca. 1000m). Aber auch in Wald schaut es heute früh ganz vielversprechend aus. Gibt es heuer wieder einen weißen Winter?


Ein wenig verspätet Informationen zur Hl. Barbara:

Namensbedeutung: griechisch, die Fremde, die Ausländerin
Gedenktag: 4. Dezember
geboren: Ende des 3. Jahrhunderts in Nikomedia, heute Izmit/Türkei
gestorben: vermutlich im Jahr 306 in Nikomedia,
Attribute: Turm mit drei Fenstern, Kelch + Hostie, Kanonenrohr, Fackel
Patronin:der Bergleute, Maurer, Zimmerleute, Dachdecker, Elektriker, Bauern, Metzger, Köche, Feuerwehrleute, Totengräber, Waffenschmiede, Sprengmeister, Mädchen, Gefangenen, Sterbenden; für eine gute Todesstunde; gegen Gewitter, Feuersgefahren, Fieber, einen jähen Tod;

Bauernregeln:
-Nach Barbara geht's frosten an, / kommt's früher, ist nicht wohlgetan.
-Geht Barbara im Klee, / kommt's Christkind im Schnee.
-Sankt Barbara kalt und mit Schnee / verspricht viel Korn auf jeder Höh'.

Historisch Gesichertes wissen wir von der heiligen Barbara sehr wenig. Was über Barbara bekannt ist, entstammt ausnahmslos der Heiligenerzählung.

Barbara soll die Tochter eines wohlhabenden Kaufmannes gewesen sei. Ihr Vater ermöglichte ihr ein Leben in Wohlstand, war jedoch sehr eifersüchtig und wollte sie am Heiraten hindern. So soll sie ihre Wohnung in einem Turm gehabt haben. Von einem Lehrer erfuhr sie vom Christentum und ließ sich heimlich taufen. Um einen eigenen Betraum zu haben, erbat Barbara von ihrem Vater die Errichtung eines Badezimmers. Barbara ließ zu den beiden Badezimmerfenstern ein drittes hinzufügen, als Lob des dreifaltigen Gottes. Als Barbara ihrem Vater eröffnete, dass sie Christin sei wurde sie grausam bestraft. Sie wurde schwer misshandelt, gefoltert und zum Tode verurteilt. Ihr eigener Vater enthauptet sie.
Barbara bildet mit Katharina und Margareta die Gruppe der „drei heiligen Madeln” (Bauernpatroninnen) unter den 14 Nothelfern. Ergänzt um die heilige Dorothea bilden die vier Frauenheiligen die „quattuor virgines capitales”, also die vier besonders heiligen Jungfrauen.

Am Barbaratag werden von Obstbäumen Zweige geschnitten und ins Wasser gestellt. Sie sollen zu Weihnachten blühen und den Glanz verdeutlichen, die die Geburt des Erlösers in die Nacht der Sünde gebracht hat.
(Tini Holleis, gemeinsamer Pfarrbrief Neukirchen, Wald, Krimml3/2014)

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