Freitag, 5. April 2019

Hoffnung! - die Göttlichen Tugenden

Heiliges Grab Wald
Die Göttlichen Tugenden - Glaube, Hoffnung Liebe

Edwin Bachmaier

In einer kleinen Serie möchte ich dazu anregen ein wenig über die drei „Göttlichen Tugenden“ nachzudenken.

Diese sind die wichtigsten Eigenschaften eines Gläubigen. Jede für sich stellt einen Weg dar der uns zu Gott führt.

HOFFNUNG
Ich denke, jeder Mensch hat irgendwelche Hoffnungen und Wünsche.
Auferstandener Neukirchen
Die einen hoffen vielleicht auf ein schönes Wetter, die anderen auf Glück im Spiel oder die große
Liebe.
Während diese Hoffnungen oft einem recht weltlichen Wunschdenken entspringen, spiegelt die Hoffnung von uns Christen eine viel Größere wider: jene auf das ewige Leben!


Aber ist diese Hoffnung überhaupt realistisch?
Wir können auf zahlreiche Erzählungen aus der Bibel vertrauen, wie etwa: die Visionen im Buch Daniel, die Offenbarung des Johannes und die Auferstehung unseres Herrn Jesus Christus. Aber auch zahlreiche Berichte über Nahtoderfahrungen weisen auf ein Leben nach dem Tod hin.

Doch zum ewigen Leben gehört noch mehr:

„Wenn Gott sich offenbart und den Menschen anruft, vermag dieser der göttlichen Liebe nicht aus eigener Kraft voll zu entsprechen. Er muss hoffen, dass Gott ihm die Fähigkeit schenken wird, seine Liebe zu erwidern und den Geboten der Liebe entsprechend zu handeln..." (Katechismus der Katholischen Kirche Nr. 2090)

Am Beginn unserer Hoffnungen steht also die Gewissheit, dass Gott gut ist und uns durch seine Gnade zu ihm führen möchte, wohl wissend, dass wir unvollkommen sind.
In letzter Konsequenz geht es aber um ein zukünftiges Leben in Gemeinschaft mit Gott selbst und die Vergebung all unserer Sünden, um für dieses Leben würdig zu werden!
Ein Leben in dieser Hoffnung ist ein Leben in Freude mit Blick auf den Himmel!

Leider ist die Hoffnung aber auch etwas sehr Zerbrechliches.
Nur allzu leicht lässt man sich durch die Sorgen des Alltags entmutigen und verliert schnell den Blick auf das Wesentliche.
Der Verlust von Hoffnung bringt stets Traurigkeit und ein Gefühl der Einsamkeit mit sich, wodurch man sich nur noch leichter von Zweifeln bedrängen lässt.

Ich vermute, die Ursache davon ist, dass die weltlichen Hoffnungen nur allzu oft enttäuscht werden.
Und ist die Hoffnung erst verloren, kann sie nur schwer wiederhergestellt werden.

Der wahrscheinlich beste Weg führt hier über die Gemeinschaft mit anderen Gläubigen:
Ein ermutigendes Wort eines guten Freundes oder ein gemeinsames Gebet wirken oft Wunder!
Danach fällt es wieder leichter, Gottes Gegenwart wahrhaft zu erfahren, ihn anzubeten, ihn im Lobpreis zu ehren!

Und wir sehen wieder klar:
Wir dürfen uns bereits jetzt auf eine Gemeinschaft mit Gott freuen, denn eine göttliche Hoffnung wird stets ihre Erfüllung finden!

(aus: Osterpfarrbrief 2019)

Kommentare:

Anonym hat gesagt…

https://de.wikipedia.org/wiki/Friedrich_Nietzsche
https://de.wikipedia.org/wiki/Friedrich_Nietzsche#Kritik_an_Religion,_Metaphysik_und_Erkenntnistheorie

In seiner Autobiographie Ecce homo beschreibt Nietzsche ein letztes Mal sein Verhältnis zu Religion und Metaphysik:

""Gott", "Unsterblichkeit der Seele", "Erlösung", "Jenseits" lauter Begriffe, denen ich keine Aufmerksamkeit, auch keine Zeit geschenkt habe, selbst als Kind nicht, – ich war vielleicht nie kindlich genug dazu? – Ich kenne den Atheismus durchaus nicht als Ergebniss, noch weniger als Ereigniss: er versteht sich bei mir aus Instinkt. Ich bin zu neugierig, zu fragwürdig, zu übermüthig, um mir eine faustgrobe Antwort gefallen zu lassen. Gott ist eine faustgrobe Antwort, eine Undelicatesse gegen uns Denker –, im Grunde sogar bloss ein faustgrobes Verbot an uns: ihr sollt nicht denken!"

PINZGAUDENKT

Anonym hat gesagt…

Römische Kirche

Die Zensurpraxis der römischen Kirche entwickelt sich allmählich mit der Konsolidierung des römischen Bischofssitzes zur monarchischen Spitze innerhalb der Kirche. Dieser Prozess ist niemals reibungslos verlaufen und hat sich immer in Konkurrenz zu mächtigen Bischöfen, Ordens- und Reformbewegungen und nicht zuletzt den byzantinischen Kirchen vollzogen. Insofern spiegeln innerkatholische Auseinandersetzungen, die in Häresievorwürfe, Ketzerverfolgungen und Bücherverbrennungen mündeten, auch immer das Ringen um die Vorherrschaft des römischen Bischofs wieder, auch gegenüber den nationalen Königstümern. Mitunter wurden auch Publikationen anderer Religionen verboten, so etwa jüdischer Schriften in der Republik Venedig, die Verleger reagierten mit einer Verlegung der Druckerei auf die Insel Kefalonia.

Zudem gibt es Konkurrenzen der kirchlichen Zensurinstanzen untereinander: im Mittelalter hatte jede Theologische Fakultät der Universitäten und damit der jeweilige Mönchsorden, der an der Universität vorherrschte, genauso teil an dem Verbot von „Irrlehren“, wie städtische Gewalten und Bischöfe. Versuche der zentralen Erfassung und Definition von „ketzerischen“ Büchern wird durch die Inquisition, allen voran der spanischen entwickelt und mündet im 16. Jahrhundert in den berühmten Index, der 1559 erstmals publiziert wurde.[1] Bis 1966 fand sich auf dem Index ein Gutteil der Weltliteratur der europäischen Neuzeit. Dieser Index bestand jedoch wiederum in Konkurrenz zu nationalen Indices und war ein wenig wirksames Instrument der Nachzensur: Oft lagen bis zu zwei Jahre zwischen der Erstpublikation eines Werkes und dem Beginn des Zensurverfahrens. Für den Autor konnte das oft böse ausgehen, das vollständige Verschwinden des Werkes aus der Öffentlichkeit wurde aber nie erreicht. Da es für einen Autor der Aufklärung, wie z. B. Voltaire, Ehrensache wurde, auf dem Index zu landen, und so der Index selbst zur Lektüreliste für Freigeister wurde, setzte man ironischerweise den Index selbst auf den Index.

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