Freitag, 25. Januar 2013

Ministrantenstunde: Glocken und Läuten

Ministunde Jänner 2013


Zur Erinnerung: Wann kommt der Weihrauch?
Wann wird Weihrauch in der Messe eingesetzt?

1. Mal          E . . . . .
____________________________________________

2. Mal           E . . . . . . . . .
____________________________________________

3. Mal           G . . . . . . . . . . . . .
____________________________________________

4. Mal            W . . . . . . .
____________________________________________

Heute geht es um die Glocken:
Wann werden die Glocken in der Messe geläutet?


1. Mal          E . . . . .
____________________________________________

2. Mal           E . . . . . . . = Herabrufung des Heiligen Geistes
____________________________________________

3. Mal           W . . . . . . .
____________________________________________

4. Mal            L . . .  G . . . . .
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Glocken
Es gibt die großen Kirchenglocken am Kirchturm und die kleinen Glocken die wir Minsitranten in der Messe verwenden.

Die Glocken dienen der Einladung un dem festlichen Einzug zum Gottesdienst, dem Anzeigen der Höhepunkte der Messfeier, der Einladung zum privaten Gebet, dem Anzeigen von Taufe, Hochzeit und Tod, der Ankündigung von Sonn-und Festtagen, der Warnung bei Hochwasser und Katastrophen. Somit sind die Glocken als Ausstattung der Kirchen vor allem für den gottesdienstlichen Gebrauch bestimmt und werden durch eine eigene Glockenweihe in diesen übernommen: "Segne diese Glocken, die dein Lob künden. Sie sollen deine Gemeinde zum Gottesdienst rufen, die Säumigen mahnen, die Mutlosen aufrichten, die Trauernden trösten, die Gücklichen erfreuen und die Verstorbenen auf ihrem letzten Weg begleiten" (aus dem Segensgebet der Glockenweihe).
(z.T. aus "Kleines Liturgisches Wörterbuch, Albert Josef Urban, Marion Bexten, Herder")

Bei der Wandlung kommen Weihrauch und Glocken gleichzeitig dran - lasst uns dass nun üben.
Wer errät, was ich pantomimisch (ohne zu sprechen) darstelle, der darf als erster ausprobieren!
Los gehts...

Zur Geschichte der Glocken (von minifundus):

Ministrantenstunde: Weihrauch

Ich werde hier auf unserem Pfarrblog die von mir für die Ministunden vorbereiteten Materialien posten-vielleicht sind sie ja für den einen oder anderen interessant.
Viele der Informationen habe ich von www.minifundus.net genommen. Das ist eine Superseite der Erzdiözese Wien für die Minstrantenarbeit und vieles ist auch für den Religionsunterricht sehr geeignet...

Ministunde Dezember 2012


Ministrantengebet
Herr Jesus Christus,
du hast uns zum Dienst am Altar berufen.
Wir wissen,
Minis, Erstkommunionkinder und Pfarrer in Krimml
dass das ein Ehren-Dienst ist für dich und für unsere Pfarrgemeinde.
Wir bitten dich:
Gib, dass wir ihn bewusst, verantwortungsvoll und recht tun; dir zur Ehre und den Menschen zur Freude.
Lass uns das auch im Alltag (in der Familie, in der Schule, ...) nicht vergessen, damit wir für alle Menschen zu einem Beispiel deiner frohen Botschaft werden.

In deinem Namen wollen wir unseren Dienst heute wieder antreten. Gib uns deinen Segen dazu. Stärke unsere Gemeinschaft mit dir und untereinander.
Dir sei die Ehre heute und in Ewigkeit.
Amen.


Thema:
Weirauch

Was ist Weihrauch? Wie wird er hergestellt?
Weihrauch ist ein getrockneter Wundsaft von bestimmten Bäumen der Gattung Boswellia. Diese Gattung, von der es etwa 25 Arten gibt, ist in Südarabien, Nordostafrika und Vorderindien heimisch. Je nach Art werden die Bäume 1,5m bis 8m groß.

Donnerstag, 24. Januar 2013

Hochzeit von Daniela und Ruben Weyringer

Am 12.1.2013 haben Daniela Taxer und Ich, Ruben Weyringer, in Neumarkt am Wallersee, meinem Heimatort, geheiratet. Nun leben wir gemeinsam im Pfarrhof in Wald-wie die Walder wohl schon am aufsteigenden Rauch und am brennendem Licht bemerkt haben.

Hier möchte ich einige Fotos von der Hochzeit mit euch teilen. Die Hochzeitsmesse hat mein Bruder "Kooperator" Simon gehalten, getraut hat uns mein Vater Diakon Andreas Weyringer. Beim Trauungssegen haben mein Onkel Pfarrer Richard Weyringer und mein Bruder und Vater gemeinsam für und über uns Gebetet.
Dank sei Gott dem Herrn, der uns diesen schönen, glücklichen Tag und das Sakrament der Ehe geschenkt hat. Danke!
(Ps: "Erster Braut-Kuss Fotos" gibt es auch-die zeig ich euch gerne wenn wir uns einmal treffen...)
Am Eingang der Kirche erfolgt die Tauferneuerung
Nach dem Vermählungsspruch bekreuzigt der eine den andern
Gemeinsam entzünden wir die Hochzeitskerze mit dem Licht von der Osterkerze

Mittwoch, 23. Januar 2013

Heute - Evangelienkommentar zum 3.Sonntag im Jahreskreis



3. Sonntag im Jahreskreis
Neh 8,2–4a.5–6.8–10 
1 Kor 12,12–31a  
Lk 1,1–4; 4,14–21


Heute
Man kann die Spannung richtig spüren, als „die Augen aller in der Synagoge“ auf Jesus gerichtet waren. Wie würde er die Verheißungen des Propheten Jesaja auslegen? Damit haben sie wahrscheinlich nicht gerechnet: „ Heute hat sich das Schriftwort, das ihr eben gehört habt, erfüllt.“
Jesus in der Synagoge von Nazareth
Dieses heute begegnet uns immer wieder. Zu Weihnachten sagten die Engel zu den Hirten: „Heute ist euch in der Stadt Davids der Retter geboren“ (Lk 2,11). In der Osternacht werden wir im Exsultet viermal hören: „Dies ist die Nacht...“. Wir leben immer in der Gegenwart Gottes, im „ewigen Jetzt“. Was hinter uns liegt können wir nur noch Gott anvertrauen. Auch die Zukunft liegt nicht in unserer Hand. Aber heute, ja heute kann nicht nur „sich“ viel tun, sondern „ich“ kann viel tun. Auch das Gleichnis der Arbeiter im Weinberg sagt das aus: Egal ob es schon zu später Stunde ist, Hauptsache du fängst nun an zu arbeiten! Du wirst den gleichen Lohn bekommen. Aus eigener Erfahrung weiß jeder, wie schwer es ist die Vergangenheit sowie die Zukunft ruhen zu lassen. Und doch ist das grundlegend für den Glauben. Denn die Vergangenheit ruhen zu lassen heißt, dass man verzeiht und die Vergebung und Erlösung annimmt, die Gott uns anbietet. Und die Zukunft ruhen zu lassen bedeutet, dass man vertraut auf Gott und seine Vorsehung.
„Heute hat sich das Schriftwort erfüllt“, sagt Jesus. „Ja aber sind wir dann nicht schon im Paradies wenn den Armen die Frohe Botschaft verkündet wird, Blinde sehen, Gefangene und Zerschlagenen befreit werden? Wo bitte ist denn dieses Paradies?“ Wenn man Jesus kennen gelernt hat und mit ihm in Beziehung tritt, dann hat dieses Paradies, das ewige Leben, wirklich schon begonnen. Darum sagt Jesus zu Marta:„ Jeder, der lebt und an mich glaubt, wird auf ewig nicht sterben.“ (Joh 11,26) So unglaublich es klingt, ich kann in jedem Moment meines Lebens einen Schritt aus dieser manchmal so schwer und deprimierenden Welt hinein in das Paradies machen. Denn Jesus selbst ist das Leben. Wenn ich zu ihm gehöre, habe ich das wahre, das ewige Leben gefunden. Dass heißt nicht, dass alles leicht sein wird auf meinem Lebensweg, aber „die Freude am Herrn“ wird auf diesem Weg immer meine Stärke sein (Neh 8,10).
Evangelienkommentar von Ruben Weyringer im Rupertusblatt

Mittwoch, 16. Januar 2013

Auch Jesus war eingeladen - Evangelienkommentar 2.Sonntag im Jahreskreis


2. Sonntag im Jahreskreis
Jes 62,1-5
1 Kor 12,4-11
Joh 2,1-11

Auch Jesus war eingeladen
Bei der Hochzeit zu Kana tat Jesus sein erstes Zeichen. Die Mutter Jesu war dabei, und "auch Jesus und seine Jünger waren zur Hochzeit eingeladen". In diesem einfachen Satz, kann man den Sinn der christlichen Ehe finden. Gott wird eingeladen in die Liebesbeziehung, in die Ehe, einzutreten.

Man stelle sich vor, dass zwei Verliebte immer nur einander ansehen, sich ausschließlich auf einander konzentrieren. Immer deutlicher sehen sie die Fehler des Anderen. Erwartungen werden enttäuscht. Man hatte gemeint, die Beziehung würde einen immer glücklich machen, aber es kommt anders. Die Liebe wird schwächer. Wenn aber Jesus in diese Beziehung kommt, dann schaut man gemeinsam auf zu ihm. Ich muss dann nicht mehr die Fehler beim Partner suchen. Sie fallen mir gar nicht mehr so auf, werden unwichtig, man lernt sie anzunehmen. Die Beziehung ist dreidimensional geworden. Man schaut nicht nur in einer Linie auf den Anderen, sondern gemeinsam nach Oben.
Hochzeit zu Kana von Giotto
Der Blick auf Jesus kann die Wunden, die in jeder Beziehung geschlagen werden, heilen. Und wenn eine Ehe "heil" ist, wenn sich die Eheleute verzeihen und lieben, dann strahlt das hinaus in die Welt. Darum wird die Ehe (gemeinsam mit dem Sakrament der Weihe) im Katechismus als "Sakramente des Dienstes für die Gemeinschaft" bezeichnet. In der Ehe geht es nie nur um die zwei, die "verliebt, verlobt, verheiratet" sind. Wenn zwei Menschen es schaffen, den anderen trotz seiner Fehler anzunehmen, zu lieben, ihm zu verzeihen und gemeinsam durch das ganze Leben zu gehen, dann schlägt das Wellen und das Gute breitet sich aus.

Die Liebe und der Glaube sind sich in einer Sache ganz ähnlich: In beiden geht es um Treue. Liebe ohne Treue geht genau so wenig wie Glaube ohne Treue. Liebe ich den Partner nur solange er schön ist und wir Spaß miteinander haben? Glaube ich nur solange der  Glaube mich mit starken Gefühlen erfüllt, mir „etwas bringt“ und mir leicht fällt? Ohne Treue sind Liebe wie Glaube wertlos. Aber ist man treu, dann kann in jedem Leben das gleiche passieren, wie in Kana: Der Beste Wein wird zuletzt gereicht. Und so werden Glaube und Liebe durch die Treue nicht öde, schwach und langweilig, sondern sie werden immer tiefer und stärker.
Evangelienkommentar von Ruben Weyringer im Rupertusblatt

Mittwoch, 9. Januar 2013

Für uns - Evangelienkommentar zur Taufe des Herrn


Taufe des Herrn
Jes 42,5a.1–4.6–7
Apg 10,34–38
Lk 3,15–16.21–22

Für uns
Die Johannestaufe ist eine Taufe zur Vergebung der Sünden (Mk 1,4). Jesus aber ist ohne Sünde. Er ist in allem dem Menschen gleich, außer der Sünde (vgl. Hebr 4,15). Warum sollte Jesus also von Johannes getauft werden?
Jesus erfüllt in seinem ganzen Leben das, was Paulus als das Gesetz Christi bezeichnet: „Einer trage des anderen Last!“ (Gal 6,2).Jesus trägt in der Taufe unsere Last. Er lässt sich für unsere Sünden taufen. „Jesus hatte die Last der Schuld der ganzen Menschheit auf seine Schultern geladen; er trug sie den Jordan hinunter. Er eröffnet sein Wirken damit, dass er an den Platz der Sünder tritt.“ so Papst Benedikt in seinem Jesusbuch.Sünde ist das, was uns von Gott entfernt und trennt. Sünde ist nach Augustinus „die bis zur Verachtung Gottes gesteigerte Selbstliebe“ (vgl. Katechismus der Katholischen Kirche Nr.1850).
Durch die Ablehnung Gottes und den Glauben, wir könnten uns selbst das Heil machen, sind wir zu geknickten Rohren und zu glimmenden Dochten geworden. Aber Gott will uns wieder herstellen.
Er will uns aufrichten und heilen. ER wird Mensch um uns zurück zu IHM zu führen.
Giotto
So wurde Jesus geboren, um „sein Volk von seinen Sünden zu erlösen“ (Mt 1,21). In der Taufe wurde diese Bestimmung Jesu deutlich. Er wurde für unsere Sünden getauft und „eine Stimme aus dem Himmel sprach: Du bist mein geliebter Sohn, an dir habe ich gefallen gefunden“. Dies sind die gleichen Worte wie bei Jesaja. Dort lesen wir, dass der Gottesknecht and dem Gott gefallen gefunden hat, das wahre Recht bringen wird. Er wird kommen um „alle, die im Dunkel sitzen, aus ihrer Haft zu befreien“.
Mit der Taufe beginnt der lange Weg Jesu auf der Suche nach den verlorenen Schafen. Der Weg führt ihn weiter bis zum Tod am Kreuz. Wie eng die Taufe Jesu mit dem Tod Jesu zusammenhängt merkt man daran, dass Jesus seinen eigenen Tod mehrmals als Taufe bezeichnet. So im Markusevangelium: „Könnt ihr den Kelch trinken, den ich trinke, oder die Taufe auf euch nehmen, mit der ich getauft werde?“ (Mk 10,38). Den Weg zum Kreuz gehen wir in der Fastenzeit mit Jesus.
Nach der Taufe kommt nun die Zeit, in der Jesus „ umherzog, Gutes tat und alle heilte, die in der Gewalt des Teufels waren; denn Gott war mit ihm“.
Evangelienkommentar von Ruben Weyringer im Rupertusblatt




Dienstag, 8. Januar 2013

Segnen in Bolivien

An Gottes Segen ist alles gelegen!
"Segen ist das Gute, das von Gott herkommt. (lateinisch bene-dicere, griechisch eu-logein=gutheißen), Segnen eine göttliche Handlung, die Leben schenkt und bewahrt. Gott der Vater und Schöpfer alles Seins, sagt: Es ist gut, dass du da bist. Es ist schön, dass es dich gibt." aus dem Youcat
Kein Mensch soll die Kirche ohne einen Segen verlassen. Hier einige Segenseindrücke aus Bolivien von Pfarrer Friembichlers und meiner Reise nach Bolivien:
Padre Jesus segnet das Wasser, bevor das Haus eingeweiht wird, dass mit Spenden aus Österreich gebaut wurde

Padre Jesus segnet die Hausbesitzer
Für unseren Pfarrer ist das Segnen überhaupt ein Fulltimejob

Gemeinsam mit Padre Jesus und Padre Helmut wird wieder Wasser gesegnet
Die Schneidereiwerkstätte wird besprengt mit Weihwasser
Der Lagerraum natürlich auch

Sonntag, 6. Januar 2013

Sendung der Sternsinger in Krimml

Heute, am 6.1.2013, durfte unser Herr Pfarrer Friembichler wieder eine große Zahl Sternsinger entsenden, um die Botschaft der Erscheinung des Herrn in die krimmler Haushalte zu tragen.


Die Heilige Messe stand deshalb auch ganz im Zeichen der drei heiligen Könige, welche in unserem Fall sogar den Ministranten-Dienst übernommen haben.
Zur Gabenbereitung übernahmen die Kinder und Jugendlichen, die heute als Sternsinger unterwegs sind, unter der Leitung von Petra Czerny-Bacher die Gestaltung der Messe und hatte hierfür ein paar kurze Gedichte sowie ein Lied vorbereitet.

Während der Gabenbereitung:
Pfarrer Friembichler unter Königen

Am Schluss der Messe, nachdem die Sternsinger mit einem speziellen Segen in die Welt gesandt wurden, konnte ich alle Weisen aus dem Morgenland noch einmal für ein Foto vor dem Altar bzw. vor der Krippe, welche mit den Figuren der drei heiligen Königen nun vollständig ist, versammeln.


Danach teilten sich die Sternsinger in insgesamt 5 Gruppen auf, um mit fröhlichen Liedern und Gedichten die Geburt Jesu zu verkünden und um eine kleine Spende für einen guten Zweck zu bitten.

Aufbruch der Sternsinger zu den Haushalten

Das gesammelte Geld der diesjährigen Sternsinger-Aktion „Hilfe unter gutem Stern“ geht übrigens an die Straßenkinder von Äthiopien, welchen durch die finanzielle Unterstützung die Möglichkeit zu einer schulischen Ausbildung und einem damit verbundenen selbstständigen Leben gegeben werden soll.

Die Krippe in der krimmler Pfarrkirche

Engel des Monats - Jänner




332 Sie sind da, seit der Welterschaffung [Vgl. Ijob 38,7, wo die Engel „Gottessöhne“ genannt 
werden] und im Laufe der ganzen Heilsgeschichte; sie künden von ferne oder von nahe das Heil an 
und dienen dem göttlichen Plan, es zu verwirklichen. Sie schließen das irdische Paradies ab [Vgl. 
Gen 3,24], beschützen Lot [Vgl. Gen 19], retten Hagar und ihr Kind [Vgl. Gen 21,17], gebieten der 
Hand Abrahams Einhalt [Vgl. Gen 22,11], teilen dem Volk das Gesetz mit [Vgl. Apg 7,53], führen 
das Gottesvolk [Vgl. Ex 23,20–23], kündigen Geburten [Vgl. Ri 13] und Berufungen an [Vgl. Ri 
6,11–24; Jes 6,6], stehen den Propheten bei [Vgl. 1 Kön 19,5], um nur einige Beispiele zu nennen. 
Schließlich erscheint der Engel Gabriel, um die Geburt des Vorläufers und die Geburt Jesu selbst 
anzukündigen [Vgl. Lk 1,11.26]. 

Samstag, 5. Januar 2013

Walder Krippe

In der Walder Pfarrkirche findet man heuer gleich zwei Krippen, hier einige Eindrücke:

Leben und Glaube

Ende letzten Jahres habe ich im Rupertusblatt von Pfarrer Helmuts und meiner Reise nach Bolivien diesen Sommer berichtet, hier der Artikel (und hier ein Artikel von meinem Jahr bei den Franziskanern 2007/2008):


Partnerdiözese. „Wer länger in Südamerika war,  bei dem sehnt sich das Herz danach, einmal wieder zurückzu- kehren.“ Das erzählten Missionare und Entwicklungshelfer Ruben Weyringer. „Und es stimmt“, weiß der Pastoralassistent im Oberpinzgau aus eigener Erfahrung. „Von 2007 auf 2008 verbrachte ich ein Jahr als Freiwilliger in unserer Partnerdiözese San Ignacio im bolivianischen Tiefland.“ Heuer kehrte er für kurze Zeit zurück und berichtet im Ru-pertusblatt von seinen Begegnungen.
San Ignacio. Diesen Sommer war ich wieder, diesmal gemeinsam mit meinem Pfarrer Helmut Friembichler, für drei Wochen bei den Chiquitanos. Die Menschen dort sind meist sehr einfach, aber auch sehr offen. Offen für Gott, den Glauben, die Kirche. Offen, ihr Leben und ihre Sorgen zu teilen. Damals als Freiwilliger war es mein Ziel, das Leben der Armen so gut es geht kennen zu lernen. Ich werde die erste Nacht die ich in einer Bretterhütte mit Plastikplanendach mit einer Mutter und ihren sieben Kindern verbrachte nie vergessen. Die Nähe und Zuneigung, die Liebe inmitten dieses Elends hat mich viel gelehrt. Etwa was es bedeutet, wenn im Jakobusbrief steht: „Die Armen in der Welt hat Gott erwählt, um sein Reich zu erben.“ Auserwählt nicht, weil sie an sich bessere Menschen sind, sondern weil sie offener und freier sind, Gottes Gaben anzunehmen. Und die größte Gabe Gottes ist er selbst, wenn er sich uns in Jesus schenkt.
Applaus ernteten diese Brüder für ihre
Musikeinlage bei der Einweihung der
Schneidereiwerkstatt. Ihr Vater, Don
Mariano Campos, hatte ihnen die
Gitarren gebastelt.     

Fotos: Weyringer
Schneidereiwerkstätte für Mütter
Neben dem Wunsch Freunde und Mitarbeiter wieder zu treffen, gab es noch einen anderen Grund für die jetzige Reise. Die Werkstätte Heilige Teresia Benedicta vom Kreuz (Edith Stein) sollte eingeweiht werden. Dies ist eine Schneidereiwerkstätte für allein erziehende Mütter. Der Saal wird außerdem für Gemeinde- und Jugendtreffen genutzt. Bei vielen Vorträgen sammelte ich Geld für dieses Projekt. Das war oft nicht leicht. Auch das Rupertusblatt  berichtete und veröffentlichte einen Spendenaufruf.
   





Für seinen Einsatz um San Ignacio
und die Familien in der Stadt wurde
Ruben Weyringer von der Regierung
ausgezeichnet.

Umso schöner war es bei der Einweihungsfeier dabei zu sein und die Einrichtung an die Gemeinschaft der Frauen zu übergeben. Nach einem Gottesdienst durchschnitt ich das Band und der ganze Gebäudekomplex sowie das Grundstück wurden mit Weihwasser gesegnet. Mir kam die Ehre zu, die Chicha, ein Maisgetränk, aus einem großen Tonkrug in kleine Kürbisschalen zu füllen und allen Anwesenden anzubieten. Dann folgten die Begrüßung in Chiquitano und traditionelle Tänze und Aufführungen, bei denen Padre Helmut und ich mittanzten.
Wenige Tage später konnten wir am Festtag der heiligen Edith Stein, der Patronin der Werkstätte, eine heilige Messe im kleinen Kreis feiern: Mit den Frauen, die den Ort mit Leben und Arbeit erfüllen.

Ehrung stellvertretend für alle Helfer 
Ein weiterer Höhepunkt war die Auszeichnung der Stadtregierung für die Verdienste um San Ignacio. Besonders erwähnt wurden die Werkstätte und die gut ein Dutzend Häuser die wir finanzieren konnten. Stellvertretend für alle Helfer und Spender nahm ich diese Ehrung gerne entgegen – neben unzähligen Einzelspendern half besonders der Verein „Solilatino“. Der letzte Satz der Ehrungsurkunde hat mich sehr berührt und beschreibt, was unser Ideal als Christen in der Entwicklungshilfe in San Ignacio darstellt: „Weiters engagierte sich Ruben in vielen Projekten, die von moralischen und religiösen Werten getragen sind. Ziel sind die  Fortbildung, Schulung, spirituelle Orientierung und Verbesserung der Lebensbedingungen der Familien in unserer Stadt.

Freitag, 4. Januar 2013

LICHTER-Andacht in der SIXTKAPELLE am So. 06.01.2013 - 17.00 Uhr

Wir möchten auch in diesem Jahr wieder ganz herzlich einladen zur

LICHTER- und DANKES-Andacht in der Sixtkapelle in Wald im Pinzgau.
Wir treffen uns am Sonntag, dem 06.01. um 17.00 Uhr 
bei der Sixtkapelle und möchten einfach
DANKE sagen für das alte Jahr und das neue Jahr begrüßen.

Wir beten gemeinsam einen Rosenkranz, hören einige besinnliche Texte und werden Lieder singen.
Wer möchte, kann gerne mit einer Laterne zur Sixtkapelle wandern,
damit wir wieder viel Licht in das neue Jahr bringen :-)


Entscheidung

Im Monat Jänner schreibe ich (PA Ruben) die Evangelienkommentare in unserer Diözesanzeitung Rupertusblatt.
Hier mein erster Evangelienkommentar zum Fest der Epiphanie/Erscheinung des Herrn/Heilige Drei Könige:
Epiphanie
Jesaja 60,1-6
Eph 3,2-3a.5-6,
Mt 2,1-12


Entscheidung
Warum ist der Tag der Epiphanie (Erscheinung des Herrn, Heilige Drei Könige) ein Hochfest? Waren die drei Sterndeuter etwa die Ersten, die Jesus erkannten? Waren nicht die Hirten schon vorher da? Ja, den Hirten wurde „eine große Freude, die dem ganzen Volk zuteil werden soll“ (Lk 2,10) verkündet, und sie fanden den göttlichen Heiland in Betlehem.
Mit den drei Sterndeutern aus dem Osten geschieht aber etwas Neues. Das Heil, Gott selbst, kommt zu den Heiden. Oder eigentlich kommen die Heiden zu Gott, zu Jesus in der Krippe.
Gott geht einen langen Weg mit den Menschen.
„ In der Heilsgeschichte wird aber nicht alles für uns vorherbestimmt. Unsere Entscheidung ist gefragt. Gott ruft uns. Wir müssen aber selber entscheiden, wie wir auf Gott antworten.
Abraham etwa soll seine Heimat verlassen. Gott spricht zu ihm: „Zieh weg aus deinem Land, von deiner Verwandtschaft und aus deinem Vaterhaus,“ (Gen 12,1) und Abraham geht wirklich.
Giotto
Auch die Sterndeuter mussten sich entscheiden: Folgen wir dem Stern? Sie sind ihm gefolgt und kamen bis nach Jerusalem. Dort fragten sie nach dem König der Juden. Wo genau er geboren werden sollte, wussten sie nicht. Aber die Schriftgelehrten und Hohenpriester fanden einen Hinweis in der Heiligen Schrift: Aus Betlehem im Gebiet von Judäa wird der Hirt des Volkes hervorgehen (vgl. Mt 2,6), so hatte es Gott dem Propheten Micha offenbart.
Wo die Sterndeuter nicht mehr weiter wussten, haben gelehrte und gläubige Juden eine Antwort gefunden. Geheimnisvollerweise hat Gott sich ein Volk erwählt. Durch dieses kleine Volk will Gott Schritt für Schritt alle Menschen zu sich führen. Das Volk Israel hat von Gott eine besondere Aufgabe bekommen. Aus ihm sollte der Heiland kommen und darum sollte es nach Heiligkeit streben. Durch die Propheten wurde das Volk Israel auf das Kommen des Erlösers vorbereitet. Es sollte fähig sein den Messias zu erkennen und Gottes Heilsplan zu verstehen. Aber nicht nur für sich selber, sondern für die ganze Welt.
Als Gott erscheint, ruft er zuerst einfache Juden zu sich. Den Hirten aber folgen die Sterndeuter als Vertreter von Menschen aus allen Völkern.
PA Ruben

Donnerstag, 3. Januar 2013

Hinter den Sternsinger-Kulissen

In diesen Tage sind überall die Sternsinger unterwegs.
Und so geht es hinter den Kulissen zu (Sternsinger Neukirchen):













Von ganzem Herzen sei allen, die bei der Sternsingeraktion in unseren Pfarren Verantwortung übernehmen gedankt!

PA Ruben

So sehen die Sternsinger ihre Aufgabe (von hier):

Auf dem Weg zu einer gerechten Welt

Die Herausforderung
In unserer Welt wird die Kluft zwischen Arm und Reich immer größer:  Vielen mangelt es an Lebensnotwendigem wie Nahrung, Trinkwasser und medizinischer Versorgung. Kinder verrichten schwere Arbeit und leben auf der Straße. Der Lebensraum von Ureinwohner/innen wird weiter vernichtet. 
Die gegenwärtige Machtverteilung und die globalen Strukturen bewirken, dass Teile der Weltbevölkerung unterdrückt und ausgegrenzt werden. Die Armut und Ausbeutung vieler Menschen in Afrika, Asien und Lateinamerika zerstört Leben.
Unsere Vision
Das „Leben in Fülle“ (Joh 10,10), das Gott den Menschen zugesagt hat, gilt für alle Menschen dieser Erde. Unsere Vision ist eine Welt, in der alle Menschen ein gutes und sicheres Leben führen können, unabhängig von Hautfarbe, Religion oder ethnischer Zugehörigkeit.
Unser Auftrag
Als kirchliches Hilfswerk umfasst unser Auftrag das solidarische Engagement zugunsten benachteiligter Menschen. Die Option für die Armen wurzelt in der Gewissheit, Christus in den Armen zu begegnen. So muss die Kirche mit der Botschaft des Evangeliums ihre prophetische Stimme erheben und Alternativen aufzeigen, die „Ungleichheiten abtragen, Diskriminierungen beseitigen, den Menschen aus Versklavungen befreien und ihn so fähig machen, in eigener Verantwortung sein materielles Wohl, seinen sittlichen Fortschritt und seine geistige Entfaltung in die Hand zu nehmen.“ (Paul VI, Enzyklika Populorum Progressio, 34)
Unsere Prinzipien
Auf Grundlage der Katholischen Soziallehre und der Menschenrechte messen wir in unseren konkreten Arbeitsfeldern folgenden Prinzipien besondere Bedeutung zu:
  • Solidarisch mit ausgebeuteten und marginalisierten Menschen
  • Dialogisch mit unseren Projekt- und Kooperationspartnern/innen
  • Ganzheitlich in der Sichtweise auf Menschen, Gruppen und Gesellschaften
  • Gemeinschaftsorientiert für eine gerechte Verteilung von Ressourcen
  • Nachhaltig im Umgang mit den natürlichen, sozialen und wirtschaftlichen Ressourcen
  • Partizipativ durch die aktive Einbeziehung der Betroffenen
  • Achtsam in der Begegnung unterschiedlicher Kulturen, Generationen und in Genderfragen
  • Wirkungsorientiert hinsichtlich langfristiger Veränderung von Armuts- und Unrechtssituationen




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